12 Anzeichen, dass es Deinem Content an Qualität mangelt

Das Wort Quality Control in roter Druckschrift 12 Anzeichen, dass die Qualität Deines Contents zu wünschen übriglässt.
12 Anzeichen, dass die Qualität Deines Contents zu wünschen übriglässt.

Manchmal bist Du blind. Nach hunderten von Texten hast Du eine Routine entwickelt, die Dich Blogbeiträge, Fachartikel und Reportagen locker herunterschreiben lässt. Dabei kann es Dir passieren, dass Du nicht immer den präzisen Content auf das digitale Papier bringst, den Du sonst von Dir gewohnt bist. Es schleichen sich kleine Ungereimtheiten, Oberflächlichkeiten und Überflüssigkeiten ein, welche die Qualität Deiner Texte mindern. Damit Du Deinen Fokus wiederfindest, zeigen wir Dir, wie Du Deine Beiträge auf ihre Qualität überprüfen kannst. Welche dieser Anzeichen findest Du in Deinen Texten wieder?

1. Dein Artikel ist das Gleiche in Grün

Eine schnelle Suche bei Google zeigt, ob Du einen Artikel mit Mehrwert geschaffen hast. Findest Du nahezu identische Inhalte in den ersten Suchergebnissen, hast Du lediglich eine Reproduktion auf die Beine gestellt. Diese strafen User in der Regel mit kurzen Verweilzeiten oder gleich mit Ignoranz ab. Denn: Warum sollten Nutzer einen Artikel lesen, den sie bereits auf 10 anderen Seiten genauso gesehen haben?

Das heißt jedoch nicht, dass Du nicht andere Artikel als Vorlage und Inspiration verwenden kannst. Stell dabei lediglich sicher, dass Du nicht die x-te und damit überflüssige Version zu einem Thema textest. Mach Dir klar, wie Du Deine Konkurrenz inhaltlich schlägst und Usern so einen hohen Mehrwert vermittelst.

2. Du stellst Deine Marke statt Deine User in den Mittelpunkt

Zugegeben: Es ist verlockend, von Deiner eigenen Marke zu schwärmen und sie in Deinen Beiträgen in den Himmel zu loben. Das Problem: Das interessiert Deine User herzlich wenig. Sie wollen hören, welche Vorteile sie durch Deine Marke erhalten. In anderen Worten: Sie wollen lesen, warum und wie ihr Leben durch Dein Produkt besser wird.

Auch wenn es manchmal weh tut, mach Dir immer wieder klar: Kaum ein User interessiert sich wirklich für Dein Unternehmen. Warum auch? Das Einzige, wovon sie wirklich etwas haben, ist die Problemlösung, die Du ihnen lieferst. Kommuniziere das auch so und stelle die Benefits Deines Produkts in den Mittelpunkt. Übertreibe es dabei aber nicht. Es reicht vollkommen aus, wenn Du hin und wieder auf Deine Marke und ihre Vorteile für Nutzer zurückkommst. Konzentriere Dich stattdessen auch auf verwandte Themen und vermittle Usern hier ebenfalls Problemlösungen, die sie weiterbringen. Sie werden es Dir mit hohen Klickzahlen und einer langen Verweildauer danken.

3. Du übertreibst es mit Produktnamen

Wenn Du Punkt 2 verstanden hast, sollte das für Dich ein No-Brainer sein: Wirf Deine Produktnamen nicht zu oft in den Raum. Usern ist es egal, wie Deine Produkte heißen, sie interessieren sich allein für ihre Vorteile, die Du ihnen mit Deinen Produkten gewährst. Es ist vollkommen in Ordnung, Deine Marke ein oder zwei Mal im Text fallen zu lassen. Die restlichen 800 Wörter sollten jedoch allein den Erwartungen Deiner User folgen.

4. Du stellst das Offensichtliche in den Mittelpunkt

Wasser ist nass. Content Marketing ist zeitaufwendig. Langweile Deine User nicht mit Feststellungen, die keinen inhaltlichen Wert haben. Im Gegenteil: Setz bei Deinen Lesern eine gesunde Portion Wissen und Intelligenz voraus. Damit erreichst Du genau die Leute, die Du wirklich von Deinen Ideen überzeugen willst.

Das heißt nicht, dass Du mit Fremdwörtern oder Schachtelsätzen um Dich schmeißen sollst. Schreibe präzise und klar, ohne Dich in Nichtigkeiten zu verlieren. Auf diese Weise erhält Dein Text einen hohen Lese- und Mehrwert.

5. Du schreibst uninspirierte Einleitungen

Marketer setzen oftmals alles auf eine mitreißende Headline. Dabei verpulvern sie all ihre kreative Energie und langweilen User dann mit einer faden Einleitung – ein echter Qualitätskiller. Mach User also nicht nur in der Überschrift heiß, sondern verfasse dann auch ein Intro, dass sie Deinen anschließenden Hauptteil nahezu verschlingen lässt. Denn: Dein Hauptteil kann noch so gut sein. Wenn Du in der Einleitung nicht die richtigen Worte findest, lesen User diesen erst gar nicht.

6. Du erfüllst Deine Versprechen nicht

Hast Du Deine Leser zu heiß gemacht? Hast Du in der Einleitung Versprechen in den digitalen Raum gesetzt, die Du im Hauptteil nicht halten konntest? User werden es Dir mit einem „Nichts als heiße Luft“ in der Kommentarspalte danken. Stell also sicher, dass Du eingangs aufgeworfene Fragen in Deinem Hauptteil kompetent beantwortest. Liefere Lösungen für die Probleme, die Du in Deinem Teaser ansprichst. Ansonsten waren die meisten Leser das letzte Mal auf Deiner Seite.

Vermeide Fehler in den Fakten Deines Beitrags.
Eine Lupe vergrößert das Wort „facts“, das in mehreren Zeilen zu sehen ist.

7. Du machst aus Fakten Fehler

Hast Du nicht gründlich genug recherchiert, schleichen sich Fehler in Deine Beiträge ein. Das Problem: Deine schlauen User decken diese garantiert auf – und nehmen Dich nicht mehr ernst. Daher gilt: Auch wenn die Zeit für Deine Artikel manchmal knapp sein sollte, überprüfe die wichtigsten Informationen und Fakten über mehrere Quellen.

Hilfreich zur Seite stehen Dir dabei Koryphäen und Experten aus den entsprechenden Themengebieten. Nutze dazu deren:

  • Aritkel / Blogbeiträge
  • Videos
  • Podcasts

So findest Du in der Regel die Informationen, die Deine Fakten korrekt aufs Papier bringen.

8. Du bist zu SEO-zentriert

Auch wenn die ganze Online-Welt von Keywords spricht, sollten sie nicht Deine Artikel bestimmen. Es ist logisch, dass Du ohne eine grundlegende Keyword-Recherche nur selten unter die ersten Suchergebnisse bei Google kommst. Eine einfache und spärliche Verwendung der Schlüsselwörter reicht jedoch aus, um Google zu beeindrucken. Die Voraussetzung dafür: Ein durchdachter und intelligenter Text, der Usern einen hohen Mehrwert bietet. Lass also die Finger von Keyword-Stuffing und SEO-zentriertem Texten, wenn Du Beiträge mit hoher inhaltlicher Qualität auf die Beine stellen willst.

9. Dein Artikel ist aufgeblasen

Long Form Content ist angesagt. User nehmen sich wieder mehr Zeit, sich in Themen einzulesen und so mit Expertenwissen glänzen zu können. Auch Google belohnt verstärkt längere Beiträge, die einen hohen inhaltlichen Wert aufweisen. Daher solltest Du Dich hin und wieder an einen ausführlichen Text setzen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Achte dabei jedoch darauf, dass Du Deinen Text nicht mit Überflüssigem aufbläst, um auf eine bestimmte Wortzahl zu kommen.

Gibt Dein Thema einfach nicht so viel her, verzichte lieber auf den einen oder anderen Absatz. Ansonsten leidet die Qualität Deines Beitrags und Du läufst Gefahr, User mitten im Text zu verlieren.

10. Du textest nicht mitreißend genug

Manchmal fällt es schwer, über 1000 Wörter mitreißende Zeilen zu schreiben. Manchmal verschießt Du Dein kreatives Pulver bereits mit der Headline und Einleitung. Der Mittelteil ist jedoch das Herzstück Deiner Komposition. Bevor Du also einen uninspirierten Hauptteil textest, mach eine Pause und setz Dich danach wieder mit neuem kreativen Elan an Deinen Beitrag heran. Denn: Dein fertiger Artikel sollte von Anfang bis Ende den Leser an die Hand nehmen, mitreißen und zu einem zufriedenstellenden Abschluss bringen. Dazu gehören sowohl eine übersichtliche Struktur als auch die richtigen Worte, um User über den gesamten Beitrag bei der Stange zu halten.

11. Du hast große Textblöcke geschrieben!

Auch wenn eine Mobile-freundliche Darstellung heute eigentlich selbstverständlich sein sollte, findest Du im Netz nach wie vor Textblöcke, die Dich auf Deinem Smartphone endlos scrollen lassen. Damit User bei Dir diese Qual nicht erleben, schreibe kurze und knackige Absätze. Das sieht auf dem Laptop übersichtlich aus und lässt User Deine Artikel auch von unterwegs mit Freude lesen.

Auch wenn Zeit Geld ist, solltest Du Dir ausreichend Zeit für Deine Blogposts nehmen.
Die Worte Time, Cost und Quality auf den Schenkeln eines mit blauer Kreide an eine Tafel gezeichneten Dreiecks.

12. Du schreibst Blogposts in einer Stunde

Auch wenn Du mit den Jahren und der Erfahrung immer schneller wirst – einen überzeugenden Blogbeitrag über 1000 Wörter schreibst Du nicht in einer Stunde. In dieser Zeit magst Du Deinen Text vielleicht einmal herunter geschrieben haben, der Feinschliff steht dann jedoch noch aus. Bevor Du also das nächste Mal nach 60 Minuten auf „Publish“ klickst, nimm Dir Deinen Text noch einmal vor. Frage Dich: Ist das Wording passend? Ist Dein Text mitreißend genug? Lässt die Überschrift User klicken? Was macht Deine Konkurrenz noch besser?

Beherzigst Du diese Tipps und hörst nicht auf, Dich zu hinterfragen, wird Dein Content auch in Jahren noch hochwertig sein.

Matthias P. Frank verfügt dank seines Studiums der englischen und deutschen Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften über extensive Erfahrung mit Text und Translation gleichermaßen. Seit 2015 unterstützt er das Contify-Team als Junior Key Account Manager in beiden Sprachen. Neben dem Projektmanagement textet er auch regelmäßig selbst und verleiht sogar reinen SEO-Texten noch einen gewissen literarischen Touch.
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