6 Fehler, die Du beim Texten für Mobile vermeiden solltest

Smartphones werden immer mehr zur Hauptinformationsquelle.

Du hast auf Responsive Design gesetzt, jetzt ist Deine Webseite für alle Kanäle optimiert. Oder? Von wegen! Auch reaktionsfähiges Design macht Deine Seite nicht immer gleich Mobile Friendly. Sie mag zwar den Mobile-Test von Google bestehen (und sichert dir so gute Rankings), das Leseerlebnis der User ist aber redaktionell nicht optimiert. Wie auch? Auf dem Desktop und am Laptop haben Nutzer ein anderes Leseverhalten als am Smartphone oder Tablet. Damit Du also keine Leser verlierst, zeigen wir Dir, welche Fehler Du beim Texten für Mobile vermeiden solltest.

1. Du verwendest zu lange Überschriften!

Ein Smartphone ist im Vergleich zum Laptop klein und kompakt. Übertrage das auf Deine Überschriften. Zu lange Headlines werden auf kleineren Bildschirmen abgeschnitten, sodass User nicht mehr den gesamten Satz auf einen Blick erkennen können. In Zeiten kurzer Aufmerksamkeitsspannen springt hier bereits der eine oder andere Leser ab.

Als Orientierung kannst Du Dir merken: Überschriften mit einer Länge von mehr als 6 Wörtern schneidet Dein Screen ab.

Praktisch: Headlines mit ca. 6 Wörtern weisen die besten Durchklickraten auf. Und: Überfliegen User Deinen Titel lediglich, lesen sie in der Regel die ersten 3 und die letzten 3 Wörter – und damit Deine gesamte Headline.

2. Du schreibst zu lange Abschnitte!

Merken Leser zu Beginn eines Abschnitts, dass ein großer Textbrocken vor ihnen liegt, steigt ihre Absprung-Wahrscheinlichkeit. Übe daher, wie Du kurze Abschnitte schreibst. Dabei muss die Unterteilung der Absätze nicht immer nur streng inhaltlich erfolgen. Dein Ziel liegt darin, durch kürzere Abschnitte ein besseres Leseerlebnis zu schaffen und so die User auf Deiner Seite zu halten. Zur Orientierung: Versuche, nach jedem zweiten oder dritten Satz einen Absatz zu machen.

Kurze Absätze heißt jedoch nicht, dass diese ausdrucks- oder inhaltslos sein dürfen. Bleib bei Deinem Schreibstil, bring ihn nur mehr auf den Punkt. Prägnant und aussagekräftig. Setzt Du die Schere auch bei den Inhalten an, verlierst Du genauso Leser wie bei zu langen Abschnitten, da es Deinem Text dann an Substanz mangelt. Für die Praxis heißt das: Mache Deinen Text und Deine Absätze so lang, dass Sie Dein Ziel erreichen.

3. Du nutzt sperrige Formulierungen!

Du hast Deine Absätze zwar gekürzt, irgendwie wirken sie aber immer noch aufgeblasen? Dann greifst Du zu oft auf sperrige Formulierungen und ellenlange Sätze zurück. Schau also noch einmal in Ruhe auf Deinen Text. Dann sollten Dir umständliche Ausdrücke und aneinandergereihte Formulierungen schnell ins Auge stechen. Ersetze diese durch einfache, verständliche Aussagen.

Du hast keine Ahnung, wie Du Deine Formulierungen kürzen kannst? Ersetze beispielsweise Ausdrücke wie „bis zu dem Zeitpunkt“ mit „bis“ oder „aufgrund der Tatsache“ mit „weil“. Mit etwas Übung wirst Du auf einen Blick sehen, welche Ausdrücke Deinen Text auf dem Smartphone sperrig machen und den Lesefluss hemmen.

Schreibe nicht „zu Nutze machen“, sondern „benutzen“. Verzichte auf Ausdrücke wie „validieren“ und nimm die einfache Variante „bestätigen“.

Matthias P. Frank verfügt dank seines Studiums der englischen und deutschen Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften über extensive Erfahrung mit Text und Translation gleichermaßen. Seit 2015 unterstützt er das Contify-Team als Junior Key Account Manager in beiden Sprachen. Neben dem Projektmanagement textet er auch regelmäßig selbst und verleiht sogar reinen SEO-Texten noch einen gewissen literarischen Touch.

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