Warum Du auf interaktive Inhalte setzen solltest

Laptopmonitor, der verschiedene Social Media Icons anzeigt. Warum du auf interaktive Inhalte setzen solltest.
Warum du auf interaktive Inhalte setzen solltest.

Was macht eigentlich hochwertigen Content aus? Storytelling und Visuals? SEO- und Mobile-Optimierung? Welche Komponenten Du auch für Deine Texte verwendest, schlussendlich bringt Dir der beste Artikel nur wenig, wenn Kunden diesen nur lesen aber nicht kommentieren und damit interagieren. Welche Bestandteile Dein Content also auch haben mag, entscheidend ist: Wie schaffst Du Engagement?

Die Herausforderung: Engaging Content

„Einfache“ Blogbeiträge und Artikel erreichen im Idealfall zwar Deine potenzielle Zielgruppe, sie schaffen jedoch nicht immer das Engagement, das Du Dir vorstellst. Wie kannst Du also dafür sorgen, dass sich möglichst viele Leser mit Deinen Inhalten auseinandersetzen, darüber diskutieren und im Web teilen? Dafür muss Dein Content:

  • für den Leser persönlich relevant sein
  • emotional berühren
  • zum Nachdenken anregen
  • Neues bieten (Wissen oder Perspektive)
  • Lesern den Atem rauben

Damit Du die Herausforderung „Engaging Content“ meistern kannst, solltest Du interaktive Inhalte in Deinen Content Mix einstreuen.

Was sind interaktive Inhalte?

Interaktive Inhalte sind Content-Elemente, die Leser einbinden und so einen nachhaltigen Eindruck bei ihnen hinterlassen. Warum ist das so?

Warum bleiben interaktive Inhalte hängen?

Interaktiver Content beschäftigt Kopf und Geist.
Grafik verschiedenfarbiger Zahnräder in einem Kopf, der auf ein Fragezeichen blickt.
  • Interaktive Inhalte sprechen nicht nur das Auge an. Sie binden oftmals auch das Gehör mit ein und lassen den Leser selbst in Aktion treten. Auf diese Weise werden mehrere Sinne gleichzeitig angesprochen. In Zahlen heißt das: Content, den User lediglich lesen, weist eine Erinnerungsquote von 30 Prozent auf. Sehen, hören, schreiben, diskutieren und agieren Nutzer, steigt die Erinnerungsquote auf 90 Prozent.

  • Kommen mehrere Sinne zum Einsatz, ist nicht nur die Erinnerungsquote höher, sondern auch der Eindruck intensiver und die Erfahrung mit der Marke stärker. Gleichzeitig heißt das auch, dass User mehr Zeit mit Deinem Content verbringen, um ihre Eindrücke zu verarbeiten. Das macht Deine KPIs besse
  • Das Resultat: Bei der Menge an Content im Web sind User dankbar, wenn sie Inhalte wie Deine finden, die sich vom Einheitsbrei abheben. Du stichst also aus der Masse hervor und damit Deine Konkurrenten aus.

Welche interaktiven Inhalte kannst Du nutzen?

Mit interaktiven Inhalten den User bewegen
Ein Handy dient einem Fußgänger als Navigationsgerät

1. Quiz

Verbinde klassischen Lese-Content mit einer anschließenden Wissensüberprüfung in Form eines Quiz. Alternativ sind auch Selbsttests bei Nutzern beliebt und sorgen für das angestrebte Engagement.

Quiz-Spiele:

✔  Erkennst Du diese Hollywood-Blockbuster anhand eines Bildes?

✔  Welcher Reisetyp steckt in Dir?

✔  Wie gut kennen Sie DJ Bobo?

Tool: „Qzzr“

Qzzr lässt Dich im Handumdrehen Dein eigenes Quiz erstellen. Dabei kannst Du aus verschiedenen Quizarten wählen und dann selbst Fragen, Antworten sowie das Design bestimmen.

2. Interaktive Spiele

Kurze, unterhaltsame Spiele begeistern User. Während Gamification oftmals sehr aufwendig zu erstellen ist – da Du ein neues Spiel rund um Deine Marke aufbaust – sind Spiele, die zum gamebased Marketing gehören, deutlich einfacher zu entwerfen. Das Spiel hat in der Regel nichts direkt mit Deiner Marke zu tun, sondern dient lediglich der Unterhaltung oder gehört zu einem Gewinnspiel.
Ein Beispiel für ein interaktives Spiel ist Sinalco Puzzle.

Tool: „H5P“

H5P lässt Dich kostenfrei einfache Spiele mit Drag’n’Drop-Prinzip, Memory-Varianten oder Lückentexte erstellen. Du kannst alle Anwendungen als Plug-in in Drupal und Wordpress integrieren.

3. Interaktive Diagramme

Die anschauliche und verständliche Aufbereitung von Daten ist eine Herausforderung. Zwar funktionieren Infografiken hierfür oftmals gut, bei umfassenden Daten wirken jedoch auch diese schnell überladen. Greif für solche Fälle auf interaktive Diagramme zurück. Ein gutes Beispiel ist The Refugee Project

Mit dem ToolInfogram kannst Du Diagramme und Karten mit Daten und Layouts füllen. Ein Einbettungscode lässt Dich Dein fertiges Diagramm dann auf Deiner Seite einfügen.

4. Vorher-Nachher-Bilder

Im Gegensatz zu den vorherigen interaktiven Inhalten dienen Vorher-Nachher-Bilder lediglich der Auflockerung Deiner Texte. User beschäftigen sich damit nicht so lange wie mit Diagrammen, Quiz oder Spielen, können sich so jedoch ebenfalls besser an Deinen Content erinnern. Die Zeitreise am Bahnhof Friedrichstraße ist ein interessantes Beispiel für Vorher-Nachher-Bilder. Man kennt diese Form der Vergleichsbilder ansonsten natürlich hauptsächlich aus Werbeanzeigen für Diät- oder Sportprodukte.

JuxtaposeJS macht es Dir einfach, den Vorher-Nachher-Effekt dazustellen. Dazu lädst Du über das kostenlose Tool Deine Bilder hoch und wählst die Schieber-Startposition aus. Fertig.

5. Interaktive Grafiken

Willst Du keine umfangreichen Daten in interaktiven Diagrammen abbilden, sondern eine übersichtliche Zahl an Informationen hübsch aufbereiten, kannst Du mit interaktiven Grafiken arbeiten. User erhalten durch Deine Grafik nicht nur einen Überblick zu einem Thema, sondern können dies dann über Mausklicks weiter erkunden. Putting Wearables to work hat das eindrucksvoll umgesetzt.

Mit Thinglink erstellst du mit wenigen Klicks interaktive Grafiken und andere Medien. Dazu lädst Du Grafiken oder Bilder hoch und kannst diese dann layouten, mit Buttons versehen und Inhalte hinzufügen.

6. Interaktive Videos

Video ist derzeit das Go-to-Medium im Web. Kein Wunder, vermittelt Bewegtbild doch einen intensiven Eindruck, der hängenbleibt. Besonders gefragt bei Usern sind aktuell 360-Grad-Videos. Sie geben ihnen das Gefühl, mittendrin im Geschehen zu sein, wie zum Beispiel hier:

Mit Weby Clip erstellst Du u. a. interaktive Videos, die Dein Engagement steigern.

7. Interaktive Rechner

Interaktive Rechner bieten Usern einen klaren Nutzen. Sie lassen sie für ihre individuelle Situation berechnen, wie sich ein Umstand oder bestimmte Kennzahlen auf ein Ergebnis auswirken. Hier steht in der Regel nicht die Unterhaltung im Mittelpunkt, sondern der Mehrwert, den der Rechner mitbringt.

Ein Beispiel für einen gelungenen Rechner ist der Traffic Calculator.

8. Interaktive E-Books und Slideshows

User, die ihr Wissen vertiefen und gleichzeitig überprüfen wollen, greifen zu interaktiven E-Books oder Slideshows. Neben dem Text können Nutzer darin immer wieder über Gamification oder Multimedia-Elemente wie Videos ihren Lernfortschritt kontrollieren. Das lässt das Erlernte gut behalten und macht den Lernprozess darüber hinaus abwechslungsreich.

Weitere Tools für verschiedene interaktive Inhalte:

  • Mapme – interaktive Karten
  • SnapApp – verschiedene interaktive Formate

 

 

Matthias P. Frank verfügt dank seines Studiums der englischen und deutschen Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften über extensive Erfahrung mit Text und Translation gleichermaßen. Seit 2015 unterstützt er das Contify-Team als Junior Key Account Manager in beiden Sprachen. Neben dem Projektmanagement textet er auch regelmäßig selbst und verleiht sogar reinen SEO-Texten noch einen gewissen literarischen Touch.
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