Strategie für Deine Content Distribution – 5 ways to POEM

Beim Content Marketing geht es um zwei Grundannahmen: Mit Deinem Content sollen Inhalte vermarktet werden, um eine Marke oder Leistung zu bewerben. Zum anderen musst Du Marketing-Maßnahmen ergreifen, um den Content an die gewünschten Nutzer zu bringen. Doch wie hilft das in der Praxis?

Halten wir das Ganze praktisch: Du hast was von Content Marketing gehört und möchtest jetzt den einfachsten und effizientesten Weg finden, wie Du Content unters Volk bringst? So weit, so schwammig. Wir erklären Dir hier, wie Du Content Distribution richtig aufstellst. Das Ergebnis: Dein Inhalt wird aus einer Quelle auf einer Vielzahl von Kanälen und Plattformen geteilt.

Das zeigen wir Dir nun am Beispiel Video Content auf YouTube.

5 ways to POEM
5 einfache Regeln für Content Distribution

Content, Strategie und Distribution

Hier stellt sich jedem Online Marketing Spezialisten sofort die Frage nach der Core Content Strategie. Denn das Content Marketing sollte zur Gesamtstrategie Deines Unternehmens passen.

Also mach Dir Gedanken: Was verfolge ich für Ziele mit meinem Video Content? Was sind die starken Content Bereiche meiner Brand? Welche Art Content braucht es, um Begeisterung und Vertrauen meiner Zielgruppe zu gewinnen? Bin ich zum Beispiel mit kurzen Snack Content Videos bei meiner Zielgruppe richtig oder sollen es ausführliche Mood Videos sein?

Sind alle Fragen beantwortet, geht es darum, eine langfristige Strategie zu entwickeln, und Deinen Content hiernach auszurichten. Eine gute Herangehensweise ist es, Content in Help, Hub und Hero zu unterteilen.

help, hub, hero content
Content in wird in Help, Hub und Hero unterteilt

Help:

Content, der für Deine Zielgruppe 365 Tage im Jahr relevant ist und ständig gesucht wird.

Hub:

Über das Jahr verteilter Content, der die Nutzer bei bestimmten Themen erreicht, zu welchen sie sich begeistern lassen.

Hero:

Inhalte, die eine Firma auf eine breite Masse pushen möchte.

Ist die Strategie festgelegt und auf Deine Zielgruppe gemünzt, entsteht ein gelungener Mix im Redaktionsplan. So kannst Du beispielsweise regulären Help Content vorab einstellen, Hub Content mit gezielten Marketing Maßnahmen auf eine Zielgruppe ausgerichtet und über das Jahr verteilt veröffentlichen und Hero Content zu den wichtigsten Marketing Events für ein breitgefächertes Publikum planen. Jetzt sollte auch zusätzliches Geld für die Werbetrommel in die Hand genommen werden.

5 einfache Tipps: So geht es weiter

1) Content matters – not?

Damit sich die Leute an Dein Unternehmen, Produkt oder Deine Dienstleistung erinnern, kommt es hier tatsächlich nur auf den Content an. Er muss phänomenal sein und sollte vor allem immer erreichbar sein.

2) Wähle Deine Base

YouTube oder auch andere Plattformen wie Vimeo oder Vine bieten Dir Vorteile; nutze diese unbedingt! Sie sind mobile optimized, einem breitgefächerten Publikum zugänglich und bieten umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten.

3) Wer sind Deine Fans?

Neben dem Content musst Du Deine Zielgruppe kennen: Wer sind sie und was machen sie da? Kennst Du Deine Kernzielgruppe, weißt Du ihre demographischen Daten und wie sie sich auf YouTube als Plattform verhalten? Geh in Dein Analytics auf YouTube und schau Dir genau an, wie Deine Zielgruppe tickt.

Analytics in Youtube
Youtube Analytics
Wie lerne ich meine Zielgruppe besser kennen?

TIPP: Weitere gute Indikatoren, für wen Du Content erstellst: YouTube Trends LINK: www.youtube.com/feed/trending (was Deine Zielgruppe so sieht) – Think with Google LINK: www.thinkwithgoogle.com (Konsumenten Trends, Marketing Insights, und Branchen Recherche)

4) Messlatte mit KPIs

Stell Dir die Frage: Was ist die genaue Zielsetzung meiner Videos und meines Kanals? Neben dem Markenbewusstsein sollte auch immer klar sein, ob Du mehr Sales oder mehr Fans für Marke und Kanal gewinnen möchtest. Da wir im Social/Performance Marketing sind, interessieren uns auch KPIs wie CTR, Interactions, Verweildauer, Mentions, Abonnenten, Bewertungen, Einbettungen, etc.

5) Converged Media by POEM

Du hast mehrere eigene Social Media Plattformen, eine Website und vielleicht sogar bereits Partnerschaften mit anderen Blogs oder Plattformen? Von hier aus bildet sich die Basis für Content Distribution: in der Owned Media.

Poem is
Bezahlte Werbung für konvergierenden Content

Damit Content gesehen wird, ist es meist nötig, bezahlte Werbung einzusetzen; die Paid Media. Auch hier sind Social Media Plattformen unterstützend, da Werbeform und Content zusammen passen und zielgerichtet ausgewählt werden. Aber Du kannst auch verknüpfen: Teil Deinen Content in eigenen Kanälen und empfiehl ihn auf den Plattformen. Erstelle derart guten Content, dass über den bezahlten Einsatz hinaus eine positive Reputation entsteht. Denn was wir alle wollen, ist die Earned Media – Content, der so gut ist, dass er organisch bei unserer Zielgruppe geteilt, empfohlen und verwendet wird!

Converged Media
Paid Media auf unterschiedlichen Plattformen

Je nachdem, was für ein Schneeball dabei losgeht, hast Du immer weniger Einfluss darauf, was mit Deinem Content geschieht. Da aber in jedem Fall eine große Reichweite das Ziel bei einer Content Distribution ist, sollte Dich das nur bedingt stören. Ideal ist es, wenn der Content derart gestreut ist, dass Du Deine Zielgruppe auf allen Kanälen erreichst, damit sie die Inhalte dort wieder teilen kann.

Am Ende steht das Ganze – der Content Distribution Prozess

Content Distribution heißt, mit Strategie Dein Content Marketing zu verfolgen. Denn auch wenn Du auf Paid Media verzichtet, so ist Content Marketing nicht umsonst: Zeit und Ideen werden investiert. Aber dafür hast Du die Möglichkeit, wirklichen Mehrwert für Deine Nutzer und Dich zu erreichen. Das Branding wird gestärkt, Deine Reichweite steigt – und damit auch ein fester Nutzer- und Kundenstamm. Um es nochmal in Erinnerung zu rufen, wie Du Content Distribution angehen kannst, hilft diese Checkliste.

Deine Checkliste zum Erfolg:

  1. Auswahl von Zielgruppen, Kanälen, Plattformen
  2. Bestimmung des Contents und der Base Plattform
  3. Vereinbarung von KPIs, Hashtags und Keywords sowie Tracking-URLs
  4. Content in Help, Hub und Hero aufteilen und strategisch planen
  5. Kampagne startet mit aktiven Verteilern und wird von Owned Media zu Earned Media – mit Hilfe von Paid Media und Content Distribution Kampagnen

Bildnachweise:
www.ironshark.de

Gesa Räcke ist im Online Marketing von IronShark GmbH die Spezialistin für Social und Content Marketing. Dabei setzt sie vor allem auf die Strategie und Zielsetzung der Maßnahmen damit auch eine Auswertung und Optimierung möglich ist. Zuvor half sie im prämierten Start Up Paper C und bei Bastei Media nachhaltige Social Media und Kommunikation aufzubauen.
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