15 SEO-Basics für Long-Form Content

So meisterst du auch den Long-Form Content.
Der Schriftzug Seo mit Wörtern wie analysis, optimization usw. beschriftet.

Dank der raketenartig steigenden Bedeutung von Content Marketing wird auch Long-Form Content immer wichtiger im Web. Google belohnt tiefgehende Artikel mit guten Rankings, so dass schon lange nicht mehr jeder Blogbeitrag nur noch 400 Wörter lang ist. Wie kannst Du auch Posts mit mehr als 1500 Wörtern weit oben platzieren? Wir zeigen Dir 15 SEO-Basics, die Deinen Texten mehr Sichtbarkeit verleihen und so Deiner Webseite mehr Traffic bescheren. Das Gute dabei: Du kannst diese Tipps auch verwenden, wenn Du keinen blassen Schimmer von SEO hast. Nach einer Weile wirst Du viele dieser Schritte im Schlaf beherrschen und in Deine Content-Routine mitaufnehmen. Also ran an die Tasten!

1. Fang mit Keyword-Suche an!

Bevor Du mit Deinen ersten Zeilen loslegst, nimm eine gründliche Keyword-Recherche vor. Finde die Wörter, die am besten zu Deinem Beitrag und zu Deinem Thema passen. Ein bewährtes Tool zur Zusammenstellung von Keywords ist der Google Keyword Planner. Damit Du Dich in den Planner nicht stundenlang einarbeiten musst, hat Quick Sprout eine kompakte Video-Anleitung verfasst. Alternativ ist das SEO-Tool von SEMrush ein etabliertes und intuitives Mittel zur Keyword-Suche.

Was Du noch vor der Recherche auf jeden Fall beachten solltest, haben wir in diesem Beitrag erklärt.

2. Verwende Longtail-Keywords!

Da Du nicht der Einzige bist, der eine gründliche Keyword-Recherche vornimmt, hast Du natürlich ordentlich Konkurrenz bei fast allen Begriffen. Such daher bei Deiner Keyword-Recherche auch nach Longtail-Keywords. Das sind mehrere, zusammenhängende Begriffe, die zusammen einen spezifischen Suchbegriff ergeben. Zwar suchen im Verhältnis zu anderen Keywords weniger Nutzer nach Longtails: User, die diese aber bei Google eingeben, finden darüber schnell Deine Seite.

Als erste Anlaufstelle nutzen die meisten Marketers auch dafür den Google Keyword Planner. Damit Du aber nicht die gleichen Longtail-Keywords verwendest wie Deine Mitbewerber, lohnt es sich, hier auf andere Such-Varianten zurückzugreifen.

a) Nutze Googles „Ähnliche Suchanfragen zu [Keyword]“

Gibst Du bei Google ein Keyword in die Suchleiste ein und scrollst unten auf die Seite, findest Du dort in der Sektion „Ähnliche Suchanfragen zu …“ oft (nicht immer) weitere alternative Suchvorschläge. Nicht selten führt Google dort Longtail-Keywords mit sehr wenig Wettbewerb, die voll und ganz Deinem Thema entsprechen. Das kannst Du auf die Spitze treiben, indem Du ein dort entdecktes Keyword wieder oben in die Suchleiste eingibst und dann schaust, was Dir Google wieder unten unter den ähnlichen Suchanfragen ausspuckt. Auf diese Weise sammelst Du Longtail-Keywords, die Dich gut ranken lassen.

b) Such nach Deinem Keyword in Foren

Wie sprechen User auf Blogs und in Foren über Dein Thema? Klick Dich durch themenrelevante Seiten, um hier ausgefallenere Keywords zu entdecken, die wenig Konkurrenz haben. Dir fallen keine Foren ein? Dann Google einfach:

[Dein Longtail-Keyword] + forum

c) Nutze Soolve.com

Soolve.com macht Dir Keyword-Vorschläge auf Basis von Amazon, Wikipedia, YouTube, Google Suggest und Ask.com. Am besten gibst Du in die Suchleiste ein einfaches Keyword ein, dann listet Dir die Plattform eine Vielzahl von guten Longtail-Keywords auf.

3. Nutze LSI-Keywords

Alles noch ganz easy für Dich? Dann geh einen Schritt weiter in die (Keyword-)Tiefe und nutze für Deinen Long-Form Content LSI-Keywords. Das steht für Latent Semantic Indexing und beschreibt Schlüsselbegriffe, die mit Deinem Fokus-Keyword themenverwandt sind. Diese helfen Google dabei, Deinen Text den Suchanfragen der User besser zuzuordnen.

Ist Dein Fokus-Keyword beispielsweise „content marketing blog“, wäre ein LSI-Keyword „best online marketing blog“. Die in Punkt 2a genannten Begriffe in der Google Sektion „Ähnliche Suchanfragen“ führen daher oft Keywords, die sowohl LSI als auch Longtail sind.

Plane deinen Keyword-Einsatz.
Das Wort Keywords mit Scrabble Steinen gelegt.

4. Plane Deinen Keyword-Einsatz!

Wie oft und wo im Text solltest Du Dein Fokus-Keyword unterbringen? Hier gehen die Meinungen auseinander. Wenn Du es mehrere Male in einem Standard-Blogpost verwendest, kannst Du nicht viel falsch machen. Für Long-Form Content heißt das: Nutze das Keyword – je nach Textlänge – doppelt so oft. Stell dabei sicher, dass Du es vor allem einmal unter den ersten 100 bis 150 Wörtern im Text platzierst (damit Google direkt weiß, was Sache ist), mindestens einmal in einer Zwischenüberschrift und einmal am Ende des Beitrags.

Longtail- und LSI-Keywords solltest Du ebenfalls mehrmals im Text verwenden. Halte Dich hier aber zurück und platziere sie nur alle paar Paragraphen und nur dort, wo es sich wirklich anbietet. Bei allen Keywords gilt: Erzwinge ihren Einsatz nicht. Wenn es sich komisch anhört, lass sie besser raus und/oder finde eine andere, bessere Stelle im Text.

5. Texte den perfekten H1-Tag!

Das Erste, was die meisten Deiner Leser zu sehen bekommen, ist der Titel und damit der H1-Tag Deines Blogposts. Stell also sicher, dass dieser die User aus den Socken haut und so neugierig macht, dass sie sich unmittelbar in Deinen Text stürzen. Das bemerkt auch Google und rankt Dich besser. Was kannst Du dafür tun?

Zum einen ist es wichtig, dass Du darin eines Deiner recherchierten Longtail-Keywords verwendest. Auf diese Weise wissen Suchmaschine und Leser sofort, worum es in Deinem Post geht. Zum anderen versuche, Dich kurz zu halten. In 20 bis 70 Zeichen solltest Du überzeugen können. Ebenfalls hilfreich: Ergänze in Deinem Titel Wörter wie „beste“, „einfach“, „Wie du“, „schnell“, „Tipps“ oder „leicht“, um Deinen H1-Tag attraktiver zu gestalten. Praktisch für Dich: Oft kreierst Du so gleichzeitig ein organisches Longtail- und/oder LSI-Keyword.

Mehr zum Thema Headline erfährst Du hier.

6. Verwende Zwischenüberschriften!

Ob 2.000, 4.000 oder 10.000 Wörter – Long-Form Content ist für User ein ordentlicher Lese-Brocken. Unterbrich Deinen Text daher immer wieder durch hilfreiche Zwischenüberschriften, die neugierig machen und einen Benefit versprechen. Nutze sie, um Leser durch Deinen Beitrag zu lotsen und ihnen immer wieder neue, kleine Texthäppchen vorzuwerfen. Passt es, kannst Du auch hier Longtail- oder LSI-Keywords unterbringen.

7. Optimiere Deine URL!

Eine kurze und knappe URL rankt besser. Und: Sie lässt User mit einem Blick auf den Link erkennen, worum es in Deinem Text geht. Vermeide also URLs wie „wir-zeigen-dir-15-schritte-wie-du-mit-long-form-content-traffic-auf-deine-seite-bekommst“. Mach es lieber kurz und schmerzlos: „15-seo-basics-fuer-long-form-content“. Geh dabei sicher, dass Du auch hier Dein Fokus-Keyword oder eines Deiner Longtail-Keywords unterbringst.

8. Bau ausgehende Links ein!

Wenn Du ausgehende Links in Deinen Text einbaust, findet Google Deinen Beitrag besser. Achte dabei darauf, dass die Links den Usern einen Mehrwert bieten. Verlinkungen, die auf wenig relevante Plattformen und Inhalte verweisen, helfen Dir und Deinen Lesern nicht. Zu Deiner Orientierung: Bau für 1.000 Wörter 2-4 Links in Deinen Beitrag ein. Hast Du ohne Ende wirklich guten, externen Input, kannst Du auch mehr Verweise setzen. Übertreib es aber nicht und setze in keinem Fall in jeden Paragraphen einen Link. Das kann böse in einem Ranking-Verlust enden.

9. Bau interne Links ein!

Ob Du es glaubst oder nicht: Interne Verlinkungen sind genauso SEO-relevant wie ausgehende Links. Halt Dich hierbei aber etwas mehr zurück und belasse es bei 2-4 Links pro Long-Form Content. Verlinke auf thematisch verwandte (und damit relevante) Artikel auf Deiner Seite, um Usern so einen echten Mehrwert bieten zu können.

10. Texte den perfekten Meta Title

Verspricht Dein H1-Tag noch keinen Benefit, solltest Du spätestens im Meta Title einen unterbringen und so die User anlocken. Der Title ist das Erste, was User über die Google-Suche von Dir sehen. Also texte einen, der Dein Fokus-Keyword enthält und einen Mehrwert verspricht. Das funktioniert jedoch nur, wenn Du all das in 60 Zeichen unterbringen kannst. Den Rest schneidet Google ab.

11. Texte eine SEO-freundliche Meta Description

Steht Dein Title, solltest Du auch eine Meta Description texten, die Deine Seite bei Google auffällig attraktiv macht. Wie schaffst Du das?

  • Baue Dein Fokus-Keyword ein.
  • Nutze zwischen 135-160 Zeichen.
  • Schreibe klar und deutlich, worum es in Deinem Long-Form Content geht.
  • Sei überzeugend, warum der User reinklicken sollte. Wenn Du genug Platz hast, verfasse eine direkte Klickaufforderung.

12. Gestalte Deinen Beitrag mobile-friendly!

Mehr und mehr User lesen heute Beiträge auf ihrem Handy. Mach es ihnen daher leicht, Deinen Buchstaben-Brocken zu konsumieren. Dabei reicht es nicht aus, lediglich auf Responsive Design zu setzen. Leg ihnen kurze Sätze und übersichtliche Abschnitte vor. Zur Orientierung: 3-4 Sätze pro Paragraph sind mobile-friendly. Hast Du zudem gutes Bild- oder Infografikmaterial, bau es zwischen die einzelnen Absätze, um den Artikel weiter aufzulockern. Die bereits oben genannten Zwischenüberschriften leiten den Leser auch auf dem Handy komfortabel bis ans Ende des Beitrags.

Über Social Media kannst Du die Reichweite Deines Contents um ein Vielfaches steigern.
Eine Tastatur, auf denen fünf Tasten mit Social Media Logos belegt sind.

13. Platziere Deine Social Buttons auffällig!

User sollen Deine Beiträge nicht nur finden und lesen, sondern auch fleißig in die Welt hinaustragen. Mach es ihnen leicht und positioniere dafür Deine Social Buttons prominent auf der Seite. Auf diese Weise müssen User nicht groß darüber nachdenken, ob und wie sie Deinen brillanten Long-Form Content verbreiten können, sondern erledigen dies mit 2-3 Klicks. Das bringt Dir kostenlose Links und mehr Traffic.

14. Überprüfe Deinen Site Speed!

Wie lange brauchen User, um Deinen Content-Brocken aufzurufen? Wie schnell ist Deine Seite? Damit Du Sicherheit hast, dass Du keinen Leser unnötig warten lässt, überprüfe Deinen Site Speed. Das hältst Du für eher nicht so wichtig? Dann schau Dir folgende Zahlen von Akamai an:

  • 47 Prozent der User erwarten, dass eine Webseite in unter 2 Sekunden lädt.
  • 40 Prozent sind wieder weg, wenn die Seite mehr als 3 Sekunden lädt.
  • 52 Prozent der Nutzer sagen, dass ihnen schnelle Ladezeiten wichtig sind, wenn sie einer Seite treu bleiben sollen.

Was heißt das für Dich in Zahlen? Jede einzelne Sekunde Wartezeit kostet Dich

  • 11 Prozent Page Views,
  • 16 Prozent Userzufriedenheit und
  • 7 Prozent Conversion (Aberdeen Group).

Jetzt willst Du wissen, wo Du Deine Seite testen kannst? Gut, einen Speed-Test für Desktop findest Du hier und auch ein Speed-Test für Mobile ist schnell gefunden.

15. Go deep!

Es reicht nicht, wenn Du einfach nur oberflächliche Informationen aneinanderreihst. Du musst bei Deinem Long-Form Content in die Tiefe gehen. Such Dir dafür am besten wichtige Aspekte eines Themas heraus und untersuche diese dann im Detail. Das macht sich bezahlt: Google erkennt tiefgehenden Content und stuft diesen als besonders wertvoll ein. Das verhilft Dir zu guten Rankings, auch wenn Deine Seite noch keinen festen Stand im SEO-Bereich hat.

Online-Redakteur Johannes Brandt

Johannes Brandt, Magister der Politikwissenschaft, Soziologie und Kulturgeographie, studierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Der Online-Redakteur ist bei Contify für diverse Themenfelder verantwortlich und zeichnet sich durch seine gut recherchierten und aufschlussreichen Inhalte aus.

 

 

 

 

 

 

© 2017 Contify