So schreibst Du richtig gute Social-Media-Ads

Ein Smartphone und der mit Scrabblesteinen gelegte Schriftzug Social Media auf einem Tisch So schreibst Du richtig gute Social Media Ads

So schreibst Du richtig gute Social Media Ads

Social Media ist überlaufen. Konntest Du vor einiger Zeit bei Facebook und Instagram noch mit grundsoliden Anzeigen Klicks generieren, sind die Social Channels heute so voll von Ads, dass kaum noch ein User mit der Wimper zuckt. In anderen Worten: Du hast so viel Konkurrenz, dass Du User nur schwer zum Klick motivieren kannst. Daher brauchst Du überzeugende Social-Media-Ads, die Nutzer ihr Scrollen für einen kurzen Moment unterbrechen lassen. Wir zeigen Dir daher heute, wie Du Anzeigen schreibst, die die Aufmerksamkeit der User gewinnen.

1. Schreib für Deine Zielgruppe!

Bevor Du die ersten Zeilen in die Tasten haust, mach Dir noch einmal klar, wen Du mit Deiner Anzeige ansprechen willst. Das Wording und die Tonalität sind dabei wichtige Faktoren, die über den Klick des Users entscheiden. Dem geht natürlich voraus, dass Du weißt, wer Deine Zielgruppe ist. Mit ihren Vorstellungen und Erwartungen im Hinterkopf triffst Du viel leichter den Ton, den Deine Nutzer hören wollen.

Hast Du einmal den Ton mit Deinem Anzeigentext getroffen, hilft Dir insbesondere Facebook dabei, diesen optimierten Text genau auf Deine Zielgruppe auszuspielen (z. B. Facebook Custom Audience). Auf diese Weise stellst Du sicher, dass Du wenige Streuverluste hast und einen Großteil der relevanten Nutzer erreichst.

2. Starte mit einem kurzen Satz!

Beginnst Du Deine Anzeige mit einem langen Satz, verlierst Du oftmals die gerade gewonnene Aufmerksamkeit der User wieder. Ein kurzer erster Satz oder auch nur ein Stichwort helfen Dir, den User zu packen und mit in die Anzeige zu nehmen. Bring daher in diesen ersten 4-5 Worten Deine Message oder den Benefit Deines Produkts auf den Punkt. Kurz und präzise.

Schließ Dein Lexikon und vermeide Fachausdrücke
Englisches Wörterbuch, das beim Begriff Industrial Aesthetic aufgeschlagen ist

3. Vermeide Fachausdrücke!

Auch wenn Du ein Experte auf Deinem Gebiet bist und ein ganzes Lexikon voller Fachausdrücke texten könntest – behalt sie besser für Dich. Das gilt auch, wenn Deine Anzeige ein komplexes Thema anspricht. Schreib Deine Social-Media-Ad in einfachen und verständlichen Worten. Nur so stellst Du sicher, dass der Text für jeden lesbar ist und User diesen auch beim Überfliegen verstehen. Bleiben sie während der wenigen Sekunden, die sie auf Deine Anzeige schauen, an einem Fachausdruck hängen, scrollen sie schneller weiter als Du „Click-Through-Rate“ sagen kannst.

4. Mach es kurz!

Je nach Textlänge und Social Channel müssen User erst auf „Mehr anzeigen“ klicken, um die gesamte Anzeige lesen zu können. Im eiligen Scrollen durch den Newsfeed macht das jedoch kaum ein Nutzer. Nimm also alle Informationen aus der Anzeige, die nicht absolut relevant sind. Alle weiterführenden Infos, die Du dem potenziellen Kunden mit an die Hand geben willst, kannst Du nach dem ersten Klick abliefern.

Nutzer wollen in der Anzeige nur die Quintessenz Deiner Idee hören.

Ist Deine Anzeige dann immer noch zu lang, schau Dir nochmal Dein Wording an. Nutzt Du zu viele Adjektive? Greifst Du auf sperrige Formulierungen zurück? Verwendest Du zu lange Sätze? Oftmals gibt es einzelne Wörter, die ganze Phrasen und Ausdrücke ersetzen. Schreibe z.B. nicht „bis zu dem Zeitpunkt“, sondern „bis“. Verwende nicht „aufgrund der Tatsache“, sondern „weil“. Das mag in Deinen Texter-Ohren manchmal sehr einfach klingen, erfüllt aber seinen Zweck.

5. Wecke keine falschen Erwartungen!

Clickbaiting ist in den sozialen Kanälen mittlerweile ein echtes Problem. User sind vorsichtig geworden, bevor sie auf Anzeigen klicken, die Unglaubliches oder Erstaunliches versprechen. Lehn Dich daher mit Deinen Worten nicht zu weit aus dem Fenster. Dazu gibt es eine einfache Regel: Du musst die Erwartungen, die Du weckst, auch erfüllen. Dabei hilft es, selbst wenn Du Revolutionäres zu bieten hast, im Anzeigentext mit sachlichen Benefits zu überzeugen. So gehst Du sicher, dass Nutzer Deine Anzeige nicht als Clickbaiting einstufen und so über Dich hinwegscrollen.

Mach Dir daher zunächst klar, welche Erwartungen Du in Deiner Anzeige wecken willst. Diese solltest Du vor allem im Call-to-Action auf den Punkt bringen. Überlege Dir vorher jedoch auch, wann Du die geweckten Erwartungen erfüllen willst. Deine Customer Journey sollte daher bereits komplett aufgestellt sein, so dass Du genau weißt, wie Du den User immer einen Schritt weiterführst, ohne ihn zu enttäuschen.

Baue auch mal Emojis in Deine Texte ein.
Eine Tastatur mit vielen Emojis neben den Tasten

6. Versuch Dich an Emojis!

Im Wort- und Bildgewusel der sozialen Netzwerke kannst Du mit schlau gesetzten Emojis nach wie vor auffallen. Vorausgesetzt die kleinen bunten Dinger passen zu Deiner Marke, ziehen sie die Aufmerksamkeit der Nutzer auf Dich. Versuch Dich daher an verschiedenen Varianten und bilde ein harmonisches Zusammenspiel aus Text und Emojis.

Achte dabei aber darauf, dass sie nicht von der Message Deiner Anzeige ablenken. Auch sollten sie zum Bild der Anzeige passen. Unterm Strich müssen Text, Bild und Emojis eine Einheit schaffen, die Deine Anzeige von der Konkurrenz abhebt – und User neugierig macht.

Wenn Du nicht sicher bist, ob Emojis Deine Anzeigen besser machen, verzichte auf sie.

7. Schreibe für den jeweiligen Kanal!

Auch wenn es verlockend ist, einen einzigen Anzeigentext für alle Social Channels zu schreiben – jeder Kanal hat seine eigenen Anforderungen, die Du auch beim Schreiben der Texte berücksichtigen solltest. So benötigen Facebook-Anzeigen schlichtweg andere Zeilen als Instagram-Ads. Auch die Art der Anzeige hat einen Einfluss auf die Textgestaltung. So braucht eine Karussell-Anzeige einen anderen textlichen Aufbau als eine einfache Videoanzeige.

Such Dir also vorher alle genauen Anforderungen der jeweiligen Kanäle und der jeweiligen Anzeigenart heraus und behalte diese beim Texten im Blick. Auf diese Weise optimierst Du jede Anzeige für ihre Umgebung – und steigerst so die Wahrscheinlichkeit guter Klickzahlen.

8. Teste Deine Anzeige vorher organisch!

Deine Anzeige steht, Du könntest jetzt schalten? Insbesondere wenn Du bisher nur wenig Erfahrung mit dem Betexten und Ausspielen von Social-Media-Ads hast, lohnt es sich, die eigenen Ideen vorher in organischen Posts auszutesten. So kannst Du auf kostenlosem Wege überprüfen, wie gut Deine Texte und Ideen bei den Usern ankommen. Entwirf dazu verschiedene Varianten Deiner Anzeigen und poste diese über einen Zeitraum auf Deiner Timeline. Diejenigen Posts, die hierbei gut laufen, haben eine exzellente Chance, auch bei den Paid Ads Erfolg zu haben.

Diese Vorgehensweise kann Dir eine Menge Geld sparen. Oftmals zeigen sich in den ersten aufgesetzten Posts kleine Ungereimtheiten, die die Performance nach unten drücken. Sind diese einmal ausgebessert, kannst Du die Posts als Anzeige schalten.

Matthias P. Frank verfügt dank seines Studiums der englischen und deutschen Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften über extensive Erfahrung mit Text und Translation gleichermaßen. Seit 2015 unterstützt er das contify-Team als Junior Key Account Manager in beiden Sprachen. Neben dem Projektmanagement textet er auch regelmäßig selbst und verleiht sogar reinen SEO-Texten noch einen gewissen literarischen Touch.
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