Wie Du Dir das Texten selbst beibringen kannst

Eine junge Frau beißt auf einen Stift, während sie auf einen Laptop-Bildschirm blickt. Wie Du Dir das Texten selbst beibringen kannst.
Wie Du Dir das Texten selbst beibringen kannst.

Überzeugend texten ist schwer. Vielleicht hast Du das mehrfach selbst erfahren müssen, als Du Dich an einigen kleinen Beiträgen probiert hast. Dabei bist Du immer wieder zu dem Ergebnis gekommen: So kannst Du das nicht veröffentlichen. Trotzdem sind einfache aber gute Texte für Webseiten und Blogs keine unlösbare Aufgabe, wenn Du die grundlegenden Bausteine des Schreibens verinnerlichst. Wir verraten Dir daher, wie Du Dir das Texten selbst beibringen und so beim nächsten Mal voller Zuversicht auf den „Publish-Button“ klicken kannst.

1. Beachte die wesentlichen Textregeln

Was macht einen guten Text aus? Ein guter Text überzeugt Leser durch ein Zusammenspiel aus Substanz, Mehrwert und Emotion. Für die Praxis heißt das: Lesern macht es Spaß, Deinen Text zu lesen. Und: Sie nehmen Wissen mit, das sie für wertvoll halten. Um das zu erreichen, beachte in jedem Deiner Beiträge diese wesentlichen Textregeln:

Kommuniziere Benefits statt Features

Auch wenn Du über unglaublich viel Fachwissen und Details zu Deinem Fachgebiet verfügst, langweile User damit nicht. Denn: Sie wollen lediglich wissen, wie Du ihnen helfen kannst und wie ihnen das ihr Leben erleichtert. Kommuniziere in Deinen Texten daher immer die Benefits statt der Features.

Schreibe so genau wie möglich

Leser können oberflächliche Inhalte in der Regel schnell entlarven. Vielleicht kannst Du einige Leser im Text mit Fachwörtern oder Floskeln blenden. Spätestens aber, wenn sie Deinen Text durchhaben, werden sie recht schnell merken, dass sie nichts oder nur wenig an Wissen aus Deinen Zeilen mitnehmen. Sei daher in Deiner Argumentation so präzise wie möglich und führe Deinen Text an den richtigen Stellen aus. Richtig platzierte Details machen Deinen Beitrag erst glaubwürdig und damit überzeugend.

Widerlege Einwände gekonnt

Jedes Thema und jedes Produkt bietet Usern eine Angriffsfläche, zumindest aber einen Diskussionsanstoß. Diese kritischen Punkte musst Du in Deinem Text überwinden. Ignoriere daher offensichtliche und relevante Einwände nicht, sondern widerlege sie gekonnt mit starken Argumenten.

Liefere Beweise

Das ganze Wissen in Deinen Zeilen ist nur wenig überzeugend, wenn Du keine Beweise dafür lieferst. Denn: Im Web kann ja jeder etwas behaupten, ohne es glaubhaft zu begründen. Liefere Usern daher Beweise, warum Du richtig liegst. Das können Testimonials, Fakten oder Statistiken sein.

Sag Lesern, was sie tun sollen

Während einige Leser zwischen den Zeilen lesen können und sofort wissen, was sie mit dem Inhalt Deines Textes anfangen können, benötigen andere User einen kleinen Stoß in die richtige Richtung. Sag Deinen Lesern daher in jedem Text, was sie tun sollen und was ihnen das bringt. Vor allem im Call-to-Action solltest Du auf den Punkt noch einmal das kommunizieren, wie Nutzer aktiv werden sollen.

Greif zu Stift und Papier und ordne Deine Gedanken.
Ein Mann schreibt auf einem Blatt Papier.

2. Entwirf einen überzeugenden Textaufbau

Mit diesen Weisheiten im Hinterkopf kannst Du Dich einem grundlegenden Textaufbau widmen. Dabei gilt zuallererst:

Ordne Deine Gedanken.

Vielleicht hast Du dutzende von Einfällen, die Du gern in Deinem Beitrag unterbringen willst. In einem ersten Schritt musst Du diese jedoch erst einmal ordnen. Frage Dich zum Beispiel:

  • Was eignet sich als Themenaufhänger?
  • Was sind Deine stärksten Argumente?
  • Wie lauten die überzeugendsten Benefits?
  • Was eignet sich als Beweis für Deine Argumentation?

Ordne alle diese Punkte sauber, indem Du sie ordentlich aufschreibst. Lege dann fest, was Deine stärksten Argumente, Benefits und Beweise in Deinem Text sein sollen. Diese genießen Priorität, um User zu überzeugen. Plane daher im Detail, wo Du wann was in Deinem Text verwendest. Das Ergebnis: Du gibst nicht nur Deinen zahllosen Ideen eine Struktur, sondern auch Deinem gesamten Text. Hast Du Dir diese Struktur einmal angeeignet, schreibst Du nicht nur bessere Texte, sondern bist in Deinem ganzen Schreibprozess schneller und damit effizienter.

3. Hör Deiner Zielgruppe zu

Du hast eine überzeugende Struktur für Deinen Text erarbeitet. Jetzt musst Du irgendwie die richtigen Worte finden. Die gute Nachricht: Du musst dafür kein Schriftsteller sein, der seine Leser mit Wortakrobatik fasziniert. Es reicht, wenn Du die Worte verwendest, die Deine Zielgruppe kennt. In anderen Worten: Hör Deiner Zielgruppe zu und schreib fleißig mit. Das kann in Foren, auf Blogs oder in Produktreviews sein. Nimm die Wörter, Gedanken, Probleme und Wünsche Deiner Zielgruppe auf und bring diese in Deinen Texten unter.

Finden Leser ihre persönlichen Wünsche in Deinem Text wieder, fühlen sie sich von Dir verstanden. Damit hat Dein Text ein wesentliches Ziel bereits erreicht. Du kannst Dich daher auch von Deinem Anspruch verabschieden, die Sprache eines Schriftstellers oder Marketingprofis zu sprechen. Konzentriere Dich auf die Sprache Deiner Zielgruppe und Du bist auf einem guten Weg, Dir das Texten selbst beizubringen.

Lass Dich von den Profis inspirieren.
Eine Glühbirne liegt auf einer Tafel, die eine gezeichnete Gedankenwolke zeigt.

4. Guck Dir was von den Profis ab

Jede Branche hat ihren Guru. ihre Koryphäe, die mit ihren Worten den Nerv der Zeit und der User trifft. Davon kannst Du einiges lernen. Schau Dir daher die Texte der großen Vorbilder ganz genau an und übertrage ihre Ansätze in Deine Texte. Oftmals zeigen sie Dir, wie Du einzelne Textelemente intelligenter miteinander verknüpfen oder wie Du das Interesse der Leser schneller gewinnen kannst.

Mach Dir dabei klar, dass die ganz Großen der Branche vor allem so gute Texte schreiben, weil sie bereits tausende solcher Texte geschrieben haben. Wie Du haben sie irgendwann einmal angefangen, sich erste Schreibkompetenzen anzueignen. Das kannst Du auch. Greife dafür auf die Erfahrung der Gurus zurück und verwende sie für Deine eigenen Texte.

5. Überprüfe Deine Texte richtig

Mit diesen ersten 4 Tipps solltest Du in der Lage sein, einen Entwurf zu texten, der sich schon gar nicht so schlecht liest. Im fünften und letzten Schritt machst Du aus diesem ansehnlichen Text nun einen überzeugenden Text. Dafür musst Du lernen, wie Du einen Entwurf richtig überprüfst. Die wichtigste Regel für die Überarbeitung Deines Textes lautet dabei:

Konzentriere Dich immer nur auf einen Aspekt.

Denn: Du kannst nicht alle Details Deines Beitrags in einem Durchlauf bewerten und überarbeiten. Vielmehr solltest Du Dich mit jedem Lesen auf einen einzigen Aspekt konzentrieren und diesen in jedem Deiner Sätze unter die Lupe nehmen. Welche Aspekte dabei relevant sind, kommt auf Deine Textart und Dein Thema an. Grundsätzlich kannst Du Dir jedoch die in Nummer 1 genannten Textregeln vornehmen und überprüfen, ob Du diese überzeugend erfüllst. Nach einigen Korrekturschleifen hast Du dann Deinen ersten professionellen Text vor Dir liegen, den Du Wort für Wort erarbeitet hast. Du hast Dir damit das Texten selbst beigebracht. Mit ein wenig Hilfe von contify.de.

Max Schmitt, Founder und CEO
Max Schmitt ist Gründer und Inhaber von contify GmbH. Als gelernter Journalist hat er sich nach seinem Studium auf hochwertige Inhalte spezialisiert. Von suchmaschinenfreundlichen Texten über Interviews bis zu Content-Strategien setzen er und sein Team Botschaften in Szene. Mit seinem Partner Matthias Meyer gründete er im Frühjahr 2016 die Marke Contify.de – eine Textagentur für Content mit Mehrwert.
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