So sollten Facebook-Posts heute aussehen

Ein Smartphone liegt neben Scrabble-Buchstaben, die das Wort Social Media buchstabieren. So sollten Facebook-Posts heute aussehen.
So sollten Facebook-Posts heute aussehen.

Facebook macht es Dir nicht leicht. Seit Einführung der Facebook Ads will Mark Zuckerberg, dass Du für die enorme Reichweite seiner Plattform zahlst. Die Performance von organischen Anzeigen ist seitdem stark gesunken. Das Resultat: Deine zahlreichen Facebook-Fans und Likes bringen Dir nur noch wenig. Facebook-Ads sind jedoch auch keine dauerhafte Lösung. Zum einen kannst Du damit keine garantierten Erfolge einfahren, sondern lediglich Reichweite gewinnen, und zum anderen musst Du erst einmal über das entsprechende Budget dafür verfügen. So landest Du unweigerlich bei der Frage: Wie kann ich mit Facebook Posts organisch mehr User erreichen? Die gute Nachricht: Facebook lässt Dich auch mit organischen Posts viele User erreichen, solange Du es richtig angehst. Doch wie müssen Facebook-Posts aussehen? Wir zeigen Dir heute, wie Du Posts auf die Beine stellst, die den Erwartungen des Facebook Algorithmus und der User gerecht werden – und Du so Reichweite und Engagement erzeugst.

1. Texte erstklassige Zeilen!

Heutzutage kommst Du nicht umhin, die richtigen Worte für Deine Zielgruppe zu finden. Erstklassige Zeilen sind damit die Basis für eine gute organische Reichweite. Daran ändert auch die Tatsache, dass Visual Content heute besonders viele User anspricht, nichts. Du musst nach wie vor Deine Marketing Message auf den Punkt kommunizieren und User zum Liken, Kommentieren und Sharen motivieren.

Auch bei Facebook unverzichtbar: Erstklassige Texte.
Grafik eines Schreibtischs, aus dessen Korpus Wörter entspringen.

Überzeuge in den ersten zwei Sätzen!

Facebooks Newsfeed macht es Dir dabei schwer: Im überfüllten Stream an Texten, Bildern und Videos musst Du dafür sorgen, dass Du auffällst. Das gelingt Dir nur, wenn Du bereits auf den ersten Blick überzeugst. In anderen Worten: Du solltest in den ersten zwei Sätzen die Aufmerksamkeit der User so weit geweckt haben, dass sie ihren wahnwitzig schnellen Scroll-Fluss für Deinen Post unterbrechen. Das schaffst Du, indem Du

  • mit einer Frage,
  • einem Dialog oder
  • einem erstaunlichen Fakt

startest. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Du so die Neugier der User weckst und sie zum „Stehenbleiben“ motivierst.

Sprich die Sprache Deiner Zielgruppe!

Jede Zielgruppe hat ihren eigenen Ton, ihre eigenen Wörter und Gedanken. Nimm diese auf und bring sie in Deinen Zeilen unter. Beachte dabei allerdings, dass User online 25 Prozent langsamer lesen als bei Printmedien. Das heißt für Dich:

  • Schreib einfache und kurze Sätze
  • Verwende Wörter, die jeder versteht
  • Texte im Aktiv, um Deine Stimme (und die Deiner Marke) direkt auf den User wirken zu lassen

Nutze auch andere Elemente, um Deine Worte zu unterstreichen und Deine Kompetenz zu zeigen. Dazu zählen beispielsweise Links: auch hier gibt es allerdings einiges zu beachten.

Sei sparsam mit Links

Wie Facebook den Einsatz von Links in Deinem Post bewertet, ist nicht eindeutig geklärt. Oftmals willst Du Deinen Kunden jedoch externen Input (auf Deinem Blog oder in Deinem Webshop) zeigen. Ganz auf den Einsatz von Links zu verzichten, kommt für Dich daher nicht infrage. Wie solltest Du diese Links also platzieren?

Angeblich soll der Algorithmus von Facebook Links als Werbung einstufen und daher die Reichweite dieser Posts begrenzen. Viele Marketer setzen ihren Link infolgedessen in einem Kommentar unter dem Post. Das bringt jedoch Probleme mit sich: So zeigt Facebook nicht immer automatisch die Kommentare unter einem Post an, sodass User Deinen gesetzten Link eventuell erst gar nicht zu Gesicht bekommen. Um den Link zu sehen, müssen sie dann einen zusätzlichen Klick vornehmen. Hier besteht für Dich die Gefahr, dass Nutzern das ein Schritt zu viel ist. Das Resultat: Sie widmen sich nicht weiter Deinem Post.

Ein Patentrezept für das Unterbringen von Links bei Facebook gibt es nicht. Es ist daher sinnvoll, Links sparsam in Deinen Posts einzusetzen. Verwende also hin und wieder einen Link, um auf externe Inhalte aufmerksam zu machen. Facebooks Algorithmus dürfte Deine Posts dann nicht jedes Mal als Werbung einstufen, so dass Dein Link ausreichend User erreicht.

2. Füge ein aussagekräftiges Bild hinzu!

Reine Textposts gehen im News Feed von Facebook oftmals unter. Die Geschwindigkeit, mit der User durch den Nachrichten-Wust scrollen, ist derart hoch, dass Du neben einem erstklassigen Text ein weiteres, aufmerksamkeitserregendes Element benötigst, um Nutzer zum Anhalten zu bewegen.

Visual Content ist deshalb eine gute Wahl. Wie wählst Du das richtige Bild für Deinen Text? Orientiere Dich an diesen drei Guidelines:

  • Verwende ein horizontales Bild: Viele User greifen über mobile Devices auf Facebook zurück. Horizontale Bilder sind hier besser aufgehoben als vertikale.
  • Verwende die richtige Maße: Dein Bild sollte im Idealfall die Maße 1200 x 630 aufweisen. Facebook schneidet Dein Bild zwar unter Umständen noch zurecht, Du hast so aber keine Einbußen in Sachen Qualität zu befürchten.
  • Verzichte auf Stock-Bilder: Wenn es geht, verwende keine Stockbilder in Deinen Posts. Haben User Dein Bild bereits Dutzende Male in anderen Posts gesehen, kannst Du damit ihre Aufmerksamkeit nicht einfangen.
  • Verwende nur ein Bild pro Post: Zwar lässt Dich Facebook mittlerweile auch mehrere Bilder in einem Post schön aufbereiten, die Aufmerksamkeit der User weckst Du jedoch besser mit einem einzigen, prägnanten Foto.
  • Probiere Neues aus: Facebook bringt ständig neue Features in Umlauf, wie zum Beispiel die Nutzung von 3D-Bildern. Habe keine Angst vor Kinderkrankheiten und probiere alles aus. So bist Du jederzeit mitten im Trend.

Bilder sind allerdings nur die halbe Wahrheit. Um Deinen Usern möglichst ansprechende Posts zu bieten, solltest Du hier nicht aufhören.

3. Bring interaktiven Content ins Spiel!

Sei kreativ und bring interaktiven Content ins Spiel.
Grafik eines grünen Game Boy.

Neben der klassischen Text-Bild-Kombination punktest Du vor allem mit interaktivem Content bei Facebook. Facebook Live, Games, Quizze, Umfragen und Wettbewerbe sind in sozialen Netzwerken besonders gefragt. Du kannst also auch interaktive Inhalte kreieren und diese mit einem kurzen spannenden Teaser versehen.

Zusammen sorgen sie so dafür, dass Dein Post im Stream-Gewusel auffällt. Besonders beliebt ist dabei derzeit Video Content. Diesen solltest Du in jedem Fall zum Einsatz bringen. Beschränke Dich aber nicht darauf. Denn: Je mehr unterschiedliche Content-Typen Du in Deinen Posts verwendest, desto höher sind Deine Chancen, eine gute organische Reichweite und hohes Engagement zu erreichen. Also zeig Facebook und Deinen Usern, dass Du weißt, was Abwechslung heißt.

Dazu stehen Dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Unterrichte: Mit jedem interaktiven Inhalt, der Usern einen echten Mehrwert an die Hand gibt, hast Du gute Chancen, jede Menge Likes, Kommentare und Shares zu sammeln. Trage praktische Tipps und Techniken zusammen, um Nutzer mit Deinem Post länger zu beschäftigen.
  • Unterhalte: User suchen im Netz nicht immer nur nach Problemlösungen. Gerade in den sozialen Netzwerken freuen sie sich über Content, der einfach Spaß bereitet. Unterhalte Deine User daher mit einem witzigen Quiz oder Spielchen.
  • Interviewe: Jede Branche hat ihre Influencer, Meinungsträger und Celebrities. Bring sie vor die Kamera und interviewe sie zu Fragen, die Deiner Zielgruppe auf dem Herzen liegen. Damit gewinnst Du sicher ihre Aufmerksamkeit.

Damit verkommt Dein interaktiver Content nicht zum Selbstzweck und jeder Deiner Inhalte bringt ein eigenes Ziel mit sich.

Nimmst Du Dir diese Tipps zu Herzen, werden die User Deine Facebook-Posts verschlingen.

Michael Christl, Senior Key Account Manager
Michael Christl hat Politikwissenschaften, Kriminologie und Soziologie in Würzburg studiert. Schon früh entwickelte er ein Gespür für Sprache. Nach seinem Abschluss als Magister arbeitete er zunächst als freischaffender Texter. Seit 2014 gehört Michael als Senior Key Account Manager fest zum Contify-Team. Dabei ist er sowohl für Projekte in deutscher als auch in französischer Sprache zuständig.
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