So schreibst Du den perfekten Blogpost

Das Wort BLOG mit Holzsteinen gelegt So schreibst Du den perfekten Blogpost.

So schreibst Du den perfekten Blogpost.

Ein gut gefüllter Blog mit hochqualitativen Posts ist in Zeiten von Content Marketing unverzichtbar geworden. Leider sind Beiträge in der Regel nicht in wenigen Minuten runtergeschrieben und hochgeladen. Du brauchst Zeit für Konzept, Struktur, Kreativität, Mehrwert und SEO – und vergisst am Ende trotzdem wichtige Punkte, die Deine Zielgruppe hören wollte. Damit Dir das nicht passiert, zeigen wir Dir Step by Step, wie Du den perfekten Blogpost schreibst.

1. Headline

Schreibe eine Headline, die User hellhörig macht und auf Deinen Artikel klicken lässt. Gib Dir dafür richtig Mühe und nimm Dir ausreichend Zeit. Wie viel Zeit? Viele Blogger sagen, sie feilen an ihrer Überschrift genauso lange wie am gesamten Blogtext.

Damit Du weißt, wo Du anfangen musst, geh am besten diese 3 Schritte:

  1. Sobald Du weißt, was Dein Thema sein soll, schreib einen ersten Arbeitstitel.
  2. Nimm eine ausführliche Keyword-Recherche vor, damit Du weißt, wie Deine Zielgruppe über das Thema spricht.
  3. Überarbeite Deinen bisherigen Titel unter Berücksichtigung der Keyword-Anforderungen.

Du kannst Deinen Titel auch ganz zum Schluss texten. Dann bist Du über die genaue Richtung Deines Themas und die Keyword-Anforderungen bereits bestens im Bilde. Letztendlich entscheidet hier Deine priorisierte Arbeitsweise, wann Du die Headline schreiben willst.

Was einen guten Titel ausmacht

Ob User auf Deine Headline klicken, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. So zeigen Statistiken, dass die ideale Länge für Deinen Titel bei 60 Zeichen liegt. Willst Du bei Facebook durchstarten, sollte Deine Überschrift 12 bis 14 Wörter haben. Solche Überschriften werden in dem Netzwerk besonders oft geteilt. Bei Twitter liegt dieser Wert bei 8 bis 12 Wörtern.

Weitere wichtige Indikatoren, die sich auf die Klickrate Deiner Überschrift auswirken, haben wir in unserem Beitrag „In 9 Schritten zur Headline mit hoher Click-Through-Rate“ zusammengetragen.

Picture it!

Ein guter Titel braucht ein ebenso gutes Bild, das die Aufmerksamkeit des Lesers anzieht. Such Dir dazu ein Bild heraus, das die Message Deines Artikels wiedergibt. Du kannst auch nur ein Detail Deines Beitrags im Bild aufgreifen, wenn Du eine besonders provokante oder anders aufmerksamkeitserregende Ausführung finden kannst. Ist Dir das zu aufwendig, kannst Du alternativ auf ein ästhetisch ansprechendes Bild zurückgreifen. Das reicht vielen Usern oftmals aus, wenn Sie der Titel des Posts umhaut.

2. Einleitung

Hast Du bei Deinem Blogtitel gute Arbeit geleistet, widmen sich Nutzer Deiner Einleitung. Hier gilt das Gleiche wie beim Header: Du hast wenige Sekunden, um zu überzeugen und sie zum Weiterlesen zu animieren. Zum Glück hast Du in der Einleitung etwas mehr Platz, um Deinen Artikel zu bewerben. Mach in wenigen Sätzen klar, worum es in Deinem Beitrag geht und warum es sich lohnt, diesen zu lesen. Stell dabei sicher, dass Du einen Bezug zur Headline hast. Ansonsten können User verwirrt sein oder aus Angst vor Clickbaiting Deine Seite wieder verlassen.

Wenn Du geschickt bist, schaffst Du es, einen Cliffhanger in Deine Einleitung zu integrieren. Auf diese Weise teaserst Du Dein Thema an, machst neugierig und nimmst Lesern die Entscheidung ab, ob sie weiterlesen sollen. Das bedarf sicherlich etwas Übung und ist auch vom Thema Deines Posts abhängig, kann bei richtigem Einsatz aber äußerst wirkungsvoll sein.

Hau im Hauptteil richtig in die Tasten!
Die Tastatur eines Laptops

3. Hauptteil

Jetzt darfst Du Dir Zeit und Wörter nehmen. Baue Deine Gedanken und Ideen Wort für Wort auf, um Dein Thema ausführlich aufs digitale Papier zu bringen. Achte dabei darauf, dass Du immer den Mehrwert für Deine Leser im Auge hast. Solange Du ihnen Informationen bietest, die sich vom Einheitsbrei am Markt abheben, bleiben sie Zeile für Zeile bei Dir.

Derweil kannst Du im Web vor allem mit Long-Form Content bei Usern und Google punkten. Lass Dich also voll aus und texte mehr als 1.000 Wörter. Hubspot geht davon aus, dass aktuell Artikel mit ca. 2.100 Wörtern besonders viele Klicks generieren. Zahlen von Medium zeigen, dass Beiträge mit einer Lesezeit von 7 Minuten die meiste Aufmerksamkeit erhalten.  

Verwende Zahlen und Daten!

Wenn möglich, untermauere Deine Tipps und Erkenntnisse mit Daten und Zahlen. Das macht Deine Argumentation glaubwürdiger. Schreib dabei die Zahlen nicht aus, sondern nutze die Ziffern. User verbinden mit Ziffern Fakten – womit wir wieder bei der Glaubwürdigkeit sind.

Kannst Du mit einer Vielzahl von validen Daten aufwarten, kannst Du Deine Headline um einen Klammer-Zusatz wie [RESEARCH] oder [NEW DATA] erweitern. Gemäß Hubspot kannst Du damit die Performance Deines Artikels um 38 % steigern.

Baue Multimedia ein!

Damit Deine User nicht von lauter Textbausteinen erschlagen werden, unterbrich Deinen Artikel immer wieder mit verschiedenen Multimedia-Elementen. Ob Bilder, Videos, Audio-Clips oder Posts aus Facebook und Twitter, jede Unterbrechung schärft den Fokus des Lesers und bringt ihn so zum Weiterlesen.

Denk an Zwischenüberschriften!

Zwischenüberschriften strukturieren Deinen Text und halten Leser ebenfalls wach und auf Deiner Seite. Auch Google weiß diese Übersichtlichkeit zu schätzen und belohnt Dich dafür mit besseren Rankings, wenn Du das entsprechende Keyword in Zwischenüberschriften verwendest.

4. Fazit / Call-to-Action

Kurz bevor Du Deine Leser entlässt, fass nochmal Deine Kernideen in wenigen Sätzen zusammen. Wenn Du weiterführende Infos zur Hand hast, gib sie ihnen an dieser Stelle mit. Das kann die Verlinkung auf einen themenverwandten Artikel auf Deiner eigenen Seite sein oder aber auch die Weiterführung auf eine besonders wertvolle externe Quelle.

Willst Du Deine Leser zu einer Aktion veranlassen, wie z. B. zur Newsletter-Abonnierung oder zu einem Produktkauf, verbinde Dein Fazit mit einem klaren Call-to-Action. Wie Du den Leser auf den Call-to-Action vorbereitest, haben wir Dir in unserem Artikel „6 überzeugende Schreibtechniken vor dem Call-to-Action“ gezeigt.

Optimiere Title und Description für ein attraktives Snippet
Ein Smartphone, dessen Display die Google Startseite zeigt.

5. Title & Meta Description

Dein Beitrag steht, jetzt musst Du diesen nur noch für eine optimale Darstellung in den Google-Suchergebnissen vorbereiten. Auch wenn dieser Schritt nicht direkt zum Blogbeitrag selbst gehört, ist das Texten von Title und Description genauso wichtig wie der Artikel selbst. Sie fassen Deinen Post zusammen und machen den User bei Google neugierig. Nimm Dir hier also abschließend noch einmal Zeit, um Deinen Blogpost in den Dir wenigen verfügbaren Zeichen möglichst attraktiv zu vermarkten.

Achte beim Schreiben darauf, dass bei der Meta Description alles was über 155 Zeichen reicht, bei Google nicht mehr zu sehen ist. Wenn Du immer auf einen Blick sehen willst, wie Dein SERP Snippet bei Google aussehen wird, teste Deinen Title und die Description hier.

Johannes Brandt, Magister der Politikwissenschaft, Soziologie und Kulturgeographie, studierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Der Online-Redakteur ist bei contify für diverse Themenfelder verantwortlich und zeichnet sich durch seine gut recherchierten und aufschlussreichen Inhalte aus.
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