Landingpage, Kategorie- und Produktseite texten: Das müssen Shop-Betreiber wissen

Die Grafik eines Desktop-PCs Das müssen Shop-Betreiber für das Texten von Landingpage, Kategorie- und Produktseite wissen.

Das müssen Shop-Betreiber für das Texten von Landingpage, Kategorie- und Produktseite wissen.

Google-Anzeigen, SEO-Optimierung und viel Mühe sei Dank: Du hast User in Deinen Onlineshop lotsen können. Hier beginnt der nächste Teil der Customer Journey. Du musst dafür sorgen, dass User von Landingpage, Kategorie- und Produktseite zum Kaufabschluss kommen. Wir zeigen Dir daher heute, was die Unterschiede zwischen diesen Seiten sind, was Nutzer dort suchen und wie Du die richtigen Worte findest, um sie zum finalen Klick auf den Kauf-Button zu bewegen.

So textest Du eine überzeugende Landingpage für Deinen Shop

Landingpages geben Shop-Betreibern Platz, Nutzern zu zeigen, dass sie der richtige Ansprechpartner für einen bestimmten Kauf sind. Dabei ist es vor allem wichtig, dass Du auf der Seite genau das führst, was User erwarten. Haben sie beispielsweise bei Google auf eine iPhone-Anzeige geklickt, wollen sie auf Deiner Landingpage auch genau das sehen. Informationen zu einem MacBook sind dort also nicht angebracht. Das heißt: Eine gute Landingpage passt perfekt zum beworbenen Angebot.

Liste Benefits auf

Dein Schreibstil sollte User ansprechen und von einem Kauf überzeugen. Das gelingt Dir vor allem, wenn Du ihnen die Benefits des Produkts nennst. Zeige ihnen daher, welche Vorteile sie in der Praxis erhalten – anstatt sie mit technischen Details zu langweilen. Das funktioniert besonders gut, wenn Du die Benefits in einer Liste aufführst. Das Auge fällt dadurch sofort auf die für sie entstehenden Vorteile. In einem Fließtext übersehen eilige User Deine Verkaufsargumente.

Neben den Benefits sind eine aussagekräftige Headline und ein nicht zu übersehender Call-to-Action elementare Bestandteile einer guten Landingpage.

Die Länge richtet sich nach dem Thema

Auf einer übersichtlichen Landingpage finden User sofort das, was sie gesucht haben. Manchmal reichen dafür schon kurze Texte. Im Idealfall kann der Kunde alle Inhalte auf einen Blick erfassen. Es gibt aber auch Produkte und Themen, die besonders erklärungsbedürftig sind. Hier solltest Du etwas mehr texten, um sicherzustellen, dass Nutzer wissen, dass sie bei Dir richtig sind.

Ein ausführlicher professioneller Keywordresearch zeigt Dir, wie hoch das Suchvolumen und somit das Interesse der User an Deinem Thema ist. Dementsprechend kannst Du die Länge des Textes daran ausrichten – das können dann auch mal 2000 Wörter sein. Ein professioneller SEO wird Dir stets entsprechende Vorschläge zu diesem Element machen.

Wie Du guten Long-Form Content schreibst, haben wir in diesem Blogbeitrag gezeigt.

Versetz Dich in Deine User und gib ihnen Ratschläge.
Ein Foto, das zwei Männerhände vor einem Tisch mit einem Notizbuch und Laptop zeigt

So schreibst Du den perfekten Text für eine Kategorie-Seite

Kategorietexte geben Nutzern einen Überblick über ein Produktsortiment. Dabei gibt es Kategorie-Beschreibungen für Oberkategorien, wie zum Beispiel „Schlafzimmereinrichtung“, und für Unterkategorien, wie zum Beispiel „Betten“. Nutze diese Texte, um User mit weiterführenden Informationen zum Produktsortiment zu versorgen und so ihre Kaufentscheidung weiter voranzutreiben. Du kannst dabei unter anderem Fragen beantworten wie:

  • Womit können User Produkte in der Kategorie kombinieren?
  • Welche Nutzungstipps kannst Du Kunden für diese Produktgruppe an die Hand geben?
  • Wie können sich Kunden für einen bestimmten Artikel aus der Produktgruppe entscheiden?

Schaffst Du es, Nutzer auf der Kategorie-Seite gut zu beraten, landen sie mit großer Wahrscheinlichkeit auf einem bestimmten Produkt und damit auf einer Deiner Produktseiten.

Nimm Dir ausreichend Platz für Deine Ratschläge

Auf Deinen Kategorie-Seiten sprichst Du alle relevanten Fragen in Bezug auf die Kategorie an. Dabei solltest Du trotzdem stets auf den Punkt und verständlich texten, so dass sich Leser nicht langweilen oder keinen Mehrwert in Deinem Text sehen.

Grundsätzlich sind Kategorie-Beschreibungen zwischen 600 und 800 Wörtern lang. Hier hast Du ausreichend Spielraum, um die Inhalte zu vermitteln, die Dir wichtig erscheinen. Es entscheidet vor allem der Erklärungsaufwand der Produktkategorie darüber, wie viel Text Du letztendlich benötigst. Technische Produkte benötigen beispielsweise in der Regel deutlich mehr Platz als Kategorien wie „Schuhe“ – auch hier gibt Dir Dein SEO wieder Vorschläge über die Textlänge mit auf den Weg.

Daneben hat auch die Positionierung des Kategorie-Textes einen Einfluss auf die Länge. Willst Du diesen oberhalb der Produkte positionieren, solltest Du Dich eher kurz halten. Ansonsten rutschen Deine Produkte weit nach unten – und damit aus dem Blickfeld der Nutzer. Stehen Deine Kategorie-Texte unterhalb oder seitlich der Artikel, kannst Du längere Beschreibungen aufsetzen. An diesen Positionen hindern sie User nicht daran, direkt auf die Produkte zugreifen zu können.

Kommt Dir Dein Text trotzdem zu lang vor, kannst Du diesen auch vom User manuell ausklappen lassen, indem Du lediglich den Textbeginn auf der Seite anzeigst und einen „Weiterlesen-Button“ anbietest.

Vorsicht: Ausklappbare Texte werden in der Regel nicht von Google indiziert und können daher auch nicht Dein Ranking positiv beeinflussen.

Stell Dir Deinen Wunschkunden vor

Damit Du den Ton und den Schreibstil triffst, den Deine Zielgruppe hören will, stell Dir Deinen Wunschkunden vor. Wen hättest Du am liebsten auf Deiner Kategorie-Seite? Konservative Kunden, die beispielsweise auf der Suche nach einem funktionalen Produkt sind, erwarten einen einfachen und gut verständlichen Kategorie-Text. Eine emotionale Ansprache und Argumentation sind dann eher fehl am Platz. Sind User dagegen auf der Suche nach einer Reise in die Karibik, holst Du sie mit Emotionen und Urlaubseindrücken ab.

Verlass Dich nicht auf gute Bilder und Texte überzeugende Produktbeschreibungen.
Ein Nike-Schuh

So textest Du eine überzeugende Produktseite

Landen User auf einer Produktseite, stehen sie kurz vor dem Kaufabschluss. Sie haben in der Regel bereits Deine Landingpage und/oder Deine Kategorie-Seite passiert. Sie kommen daher mit einer hohen Kaufabsicht auf die Produktseite und warten nur darauf, von Dir den letzten kleinen Stoß in Richtung Kauf-Button zu erhalten.

Produkttexte sind für Dich daher wie Verkäufer im stationären Geschäft: Sie zeigen Nutzern den Mehrwert eines Produkts, überzeugen den Kunden so und drücken diesem die Ware in die Hand.

Schreibe einfach und verständlich

Damit Dein digitaler Verkäufer nicht ins Stolpern kommt, halte Dich an eher kurze Sätze, die leicht verständlich sind. Nutze dabei immer wieder Adjektive, die das Produkt anschaulich begreifbar machen. Wie auf der Landingpage solltest Du die Benefits des Produkts übersichtlich aufführen und so auch eilige Leser einfangen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Du hier den Fachjargon Deiner Zielgruppe in Deinen Schreibstil integrierst. Auf diese Weise gelingt es Dir, dass sie Dich für ihren Fachmann halten – und deshalb bei Dir kaufen sollten.

Bring den Mehrwert auf den Punkt

Die Länge der Produktbeschreibung ist vom genauen Artikel abhängig. Generell lässt sich aber sagen, dass folgender Grundsatz zählt:

So viele Informationen wie nötig, so wenig Text wie möglich.

In der Regel umfasst eine durchschnittliche Produktbeschreibung 200 bis 300 Wörter. Dabei leiten kurze und prägnante Teaser den Text ein. Darauf folgt ein Fließtext, der alle wichtigen Verkaufsargumente inkl. Benefits nennt. Wie bei der Landingpage und dem Kategorie-Text gilt auch beim Produkttext: Komplizierte und beratungsintensive Produkte dürfen mehr Text aufweisen. Willst Du beispielsweise Solarzellen verkaufen, könnten 200 Wörter zu kurz für eine Produktbeschreibung sein.

Perfektioniere den letzten Schritt des Einkaufserlebnisses

Gelingt es Dir, Landingpage, Kategorie- und Produktseite nach diesen Regeln aufzusetzen, stehen Deine Chancen gut, dass User auf „Kaufen“ klicken. Denn: Du hast damit den letzten Schritt des Einkaufserlebnisses so gestaltet, dass Nutzer ohne Umwege von der Startseite bis zum Check-Out finden – und damit Deine Conversion Rate steigern.

Michael Christl hat Politikwissenschaften, Kriminologie und Soziologie in Würzburg studiert. Schon früh entwickelte er ein Gespür für Sprache. Nach seinem Abschluss als Magister arbeitete er zunächst als freischaffender Texter. Seit 2014 gehört Michael als Senior Key Account Manager fest zum contify-Team. Dabei ist er sowohl für Projekte in deutscher als auch in französischer Sprache zuständig.
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