8 Wege, um Deine Texte zum Ohrwurm zu machen

Eine Schallplattennadel, die auf einer Schallplatte aufliegt. Mach Deine Texte zu einem Ohrwurm.
Mach Deine Texte zu einem Ohrwurm.

Irgendwie klingt alles gleich. Ob Sales Page, Reiseblog oder Produkttext, Content im Web wirkt oftmals ähnlich, langweilig und austauschbar. Das fällt auch Usern auf. Statt richtig zu lesen, überfliegen sie Texte nur noch, um den nötigen Input mitzunehmen. Das Resultat: Kaum ein Blogbeitrag und kaum eine Reportage bleibt noch in den informationsüberfluteten Köpfen Deiner Leser hängen. Wie kannst Du also Texte schreiben, die Deine Inhalte kompetent auf den Punkt bringen und gleichzeitig User vor Staunen innehalten lassen? Wie kannst Du Sätze kreieren, die einmal in den Kopf der Nutzer gehen und diesen nie wieder verlassen? Wir zeigen Dir heute, welche Maßnahmen Dir dabei helfen, außergewöhnlichen Content zu schreiben, der User wie ein Ohrwurm begleitet.

1. Lies alles, was Du in die Finger kriegen kannst

Heute zählen das geschriebene Wort und der fertige Artikel. Mit diesem Produktivitätsverständnis bleibt jedoch nur wenig Raum für Deine Entwicklung. Damit Deine Texte auf Dauer besser werden und länger im Ohr Deiner User verweilen, solltest Du vor allem nicht nur viel schreiben, sondern genauso viel lesen. Lies daher alles, was Dich interessiert. Egal, ob:

  • Blogs
  • Sachbücher
  • Ratgeber
  • Romane
  • Gedichte
  • Biographien

Sie verleihen Deiner Stimme einen breiteren Ansatz. Dieser lässt Dich nicht nur Deine Ideen besser ausarbeiten, sondern macht auch Deine Sätze besonderer und präziser. Achte dabei darauf, dass Du nicht nur Texte aus einer Nische liest. Wenn Du beispielsweise immer wieder Beiträge zu Content Marketing liest, bleibst Du zwar up-to-date, einen breiteren Fokus erhält Deine Stimme so jedoch nicht. Im Gegenteil: Sie wird steif und eintönig.

Schau Dir daher alle Themen an, die Dich interessieren könnten und lies Dich ein. Auf diese Weise bringst Du nicht nur eine neue Perspektive in Deine Texte, sondern kannst auch Deine Sprache weiterentwickeln. Du musst Dich dabei nicht auf das geschriebene Wort beschränken. Hör Dir Podcasts und Audio Books an, um auch über Deine Ohren neue Wörter, Phrasen, Erzählrhythmen und Ideen zu entdecken.

2. Baue Analogien und Geschichten ein

Du überzeugst Deine User mit Zahlen und Fakten. Diese lassen Dich jedoch selten einen Lesefluss kreieren, der wirklich ins Ohr geht. Erwecke daher die Fakten zum Leben, indem Du sie mit Analogien und Geschichten verbindest. Spannende Anekdoten und passende Vergleiche bringen Nutzern Deine Gedanken viel näher, als es reine Fakten können. Es sind Geschichten, die in Form Deiner Wörter im Kopf Deiner Leser hängen bleiben.

An einigen Stellen kannst Du auch Zitate einsetzen, um Deine Ideen zu untermauern. Die Wörter sind dann zwar nicht Deine eigenen, sie bleiben dem Leser jedoch in Verbindung mit Dir in Erinnerung. Und wer will nicht in einem Atemzug mit Hemingway oder Neil Patel genannt werden?

3. Entscheide Dich für die richtigen Details

Zu wenige Details lassen Deine Sprache eintönig und uninspiriert wirken. Zu viele Details wiederum machen Deine Stimme überladen und schwer verdaulich. Entscheide Dich daher für die richtigen Einzelheiten. Das können Sinneswahrnehmungen, Emotionen oder ausgefallene Ideen sein. Lass hier Deiner Kreativität freien Lauf und füll die entscheidenden Stellen mit denkwürdigen Details – und erwecke so Deinen Text zum Leben.

Das zeigt Wirkung auf Deine Leser: Sie erinnern sich an Deine präzise Wortwahl und besonderen Ausführungen an der richtigen Stelle. Das Resultat: ein Wörter-Ohrwurm für Deine User.

Greif zur Text-Säge und entledige Dich unnötiger Wörter.
Ein kariertes Blatt Papier liegt auf einem Tisch voller Werkzeuge.

4. Entledige Dich unnötiger Wörter

Jeder erster Entwurf Deines Textes ist voll von überflüssigen Wörtern. Diese hindern Dich daran, nachhaltig in den Kopf Deiner Leser zu kriechen. Nachdem Du Deinen Text also das erste Mal heruntergeschrieben hast, mach Dich auf die Suche nach diesen Blockaden und entferne sie. In einem zweiten Durchlauf wiederholst Du diesen Prozess. Jetzt geht es um die kleinen, schwer zu entdeckenden Wörter, die Deinen Beitrag unnötig aufblähen. Der dritte Durchgang sorgt für den Feinschliff Deiner Sprache:

  • Kürze zu lange Sätze
  • Ersetze zu komplizierte Wörter durch einfache
  • Achte auf Wortwiederholungen

Diese Punkte machen Deinen Text sprachlich weniger hochwertig und bleiben bei Usern so weniger hängen. Ähnlich störend sind inhaltliche Wiederholungen, die eine Idee noch einmal abgewandelt aufführen. Entledige Dich auch diesen Sätzen und straffe so Deinen Text.

Du kannst je nach Bedarf auch noch eine vierte und fünfte Runde einlegen, um Deinen Text weiter zu schärfen. Du wirst sehen: Mit jedem Durchgang findest Du neue Wörter und Sätze, die Du überarbeiten kannst. Auf diese Weise kommst Du näher und näher an den idealen Text, der Deine User packt und nicht mehr loslässt.

5. Lies Dir selbst laut vor

Wenn Du Deinen Text zigmal gelesen hast, um Deinen Ohrwurm zu kreieren, fallen Dir irgendwann keine Fehler mehr auf. Damit Du einen frischen Blick auf Dein Wortgewusel bekommst, lies Dir Deinen eigenen Beitrag selbst laut vor. Das hilft Dir gleich doppelt: Zum einen fallen Dir endlich die Fehler auf, die Du bisher übersehen hast. Zum anderen hörst Du so besser den Rhythmus, den Dein Text mitbringt. Auf diese Weise bemerkst Du schnell holprige Formulierungen, verwirrende Passagen und Logiklöcher.

Du merkst dabei sofort, wenn ein Satz nicht das rüberbringt, was Du sagen willst. Die Wirkung bei den Lesern ist die gleiche: Sie stolpern über Deinen Satz und haben so Probleme, Deine Wörter und Ideen nachhaltig abzuspeichern. Nach den üblichen Korrekturschleifen solltest Du Dir daher Deinen Text mehrmals laut vorlesen und so einen weiteren Feinschliff vornehmen.

6. Lass jemand anders Deinen Text lesen

Nach zahllosen Korrekturschleifen und lautem Vorlesen bist Du irgendwann am Ende mit Deinem Latein. Jetzt brauchst Du einen frischen Blick, der Deinen Text aus einer neuen Perspektive beleuchtet. Such Dir also Deinen Lieblings-Lektor, Freund oder Kollegen und lass ihn Deinen Beitrag lesen. Du wirst sehen:

Eine andere Person wird Wörter und Sätze aufdecken, die Dir bisher verborgen geblieben sind und die du überarbeiten solltest.

Arbeitest Du mit einem professionellen Lektor zusammen, wird er Dir passende Vorschläge für eine Überarbeitung geben können. Bei allen anderen Helfern greif lieber auf Deine persönliche Erfahrung zurück und finde selbst eine bessere Wort- und Satzwahl. Auf diese Weise stellst Du sicher, dass der Text Deine Sprache behält und Du so ein stimmiges Stück ablieferst.

Lehn Dich zurück und lass Deinen Text 24 Stunden sacken.
Eine runde Uhr hängt an einer weißen Wand.

7. Halte die 24-Stunden-Regel ein

Du hast gelesen, getextet und korrigiert. Jetzt ist es an der Zeit, jedes einzelne Wort liegen zu lassen. Wenn es Dir die Deadline erlaubt, stell Deinen Beitrag 24 Stunden zurück. Lass Deine Ideen und Deine Formulierungen sacken, um am nächsten Tag einen frischen und klaren Blick auf Deinen Text zu haben. Mit großer Wahrscheinlichkeit findest Du dann weitere Stellen, die Dir nicht überzeugend genug erscheinen. Du deckst Wörter und Sätze auf, die Du gestern noch als passend und besonders empfunden hast.

Mach Dich also nach 24 Stunden an eine finale Überarbeitung Deiner Künste und veröffentliche dann Dein Masterpiece. Du kannst Dir sicher sein: Dein fertiger Text hat dann Ohrwurm-Qualitäten.

8. Schreibe jeden Tag

Du bist ein kleines bisschen stolz auf Dich, weil Dein Ohrwurm genau den Nerv Deiner User getroffen hat? Das hast Du Dir verdient. Du solltest Dich jetzt jedoch nicht auf Deinen Lorbeeren ausruhen. Denn wie in jeder anderen Disziplin gilt auch beim Schreiben: Übung macht den Meister.

Versuche daher, jeden Tag zu schreiben. Das müssen nicht immer ganze Beiträge sein. Es reicht, wenn Du jeden Tag einen Absatz auf das digitale Papier bringst. Dabei müssen nicht immer druckreife Kreationen herauskommen. Gelegentlich produzierst Du sicherlich auch mal einen überflüssigen Absatz, der direkt in die Schreibtonne geht. Das ist jedoch nicht weiter schlimm. Wichtig ist, dass Du aus Deinem Schreiben eine Gewohnheit machst. Du wirst sehen: Auf diese Weise gewinnen Deine Texte an Tiefe, Reife und Klarheit, die Du so vorher noch nicht gekannt hast.

Matthias P. Frank verfügt dank seines Studiums der englischen und deutschen Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften über extensive Erfahrung mit Text und Translation gleichermaßen. Seit 2015 unterstützt er das Contify-Team als Junior Key Account Manager in beiden Sprachen. Neben dem Projektmanagement textet er auch regelmäßig selbst und verleiht sogar reinen SEO-Texten noch einen gewissen literarischen Touch.
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