5 Varianten für ein gutes Fazit

Eine alte Schreibmaschine, die das Wort „End“ in einem solchen Muster getippt hat, dass wiederum das Wort „END“ entsteht.  5 Varianten für das Fazit eines Blogbeitrags.
5 Varianten für das Fazit eines Blogbeitrags.

Du hast all Deine Tipps fein säuberlich erklärt und aufgereiht. Du hast Dir mehrere Stunden Zeit genommen, um Deine Leser mit durchdachten Ideen und Argumenten zu inspirieren und zu überzeugen. Du hast Dein Ziel erreicht. Oder doch nicht? Viele Blogbeiträge und Leitfäden verzichten auf ein Fazit, das Leser noch einmal an die Hand nimmt und ihnen zeigt, was sie als Nächstes tun sollen. Entlässt Du die Leser ohne konkrete Aufgabe, hinterlässt Du verwirrte Leser, die denken, der Beitrag wurde aus Versehen abgeschnitten und geht eigentlich noch weiter. Wir zeigen Dir daher, wie Du ein Fazit schreibst, das User handeln lässt.

Deine Herausforderung

Bevor wir in die einzelnen Varianten für das Fazit eines Blogbeitrags gehen, mach Dir zunächst klar, was Du mit Deinem Schluss bei Lesern bewirken willst. Frage Dich:

  • Was hält Deine Leser davon ab, Deine Tipps umzusetzen?
  • Fühlen sie sich überfordert?
  • Glauben sie, dass es sich nicht lohnt, sich die Mühe zu machen?

Wenn Du erst einmal verstanden hast, was Deine Leser zurückhält, kannst Du in Deinem Fazit die richtigen Worte finden. Verdeutliche Dir dafür nochmal Dein genaues Ziel: Du willst, dass sich Leser auch nach Ende des Textes Gedanken über Deine Ideen machen. Sie sollen in Aktion treten und Deine Vorschläge umsetzten. Darüber hinaus willst Du natürlich inspirieren.

Variante 1: Verknüpfe Fazit und Einleitung 

Eine einfache, aber wirksame Variante, Leser aus Deinem Blogbeitrag zu entlassen, ist die Verknüpfung von Fazit und Einleitung. Greife dazu das eingangs aufgeworfene Problem oder die aufgestellte Frage in Deinen letzten Zeilen wieder auf. Das lässt Dich noch einmal in wenigen Sätzen zusammenfassen, wie die Lösung des Problems für Deine Leser aussieht. Es zeigt ihnen, wie durchdacht und nachvollziehbar Du ihre Frage, die sie auf Deine Seite geführt hat, beantwortet hast. Diese direkte Gegenüberstellung von Problem und Lösung verdeutlicht ihnen, dass sie auf Deiner Seite genau das gefunden haben, was sie im Netz gesucht haben.
Darüber hinaus macht die Verknüpfung von Fazit und Einleitung aus Deinem Blogbeitrag stilistisch „eine runde Sache“. Das Wiederaufgreifen eingangs genannter Gedanken zeigt, dass Du von Anfang an wusstest, wohin Du mit Deinen Ideen willst. Das macht Dich zum kompetenten Ansprechpartner, den User immer wieder gerne aufsuchen.

Erinnere Leser daran, warum sie aufstehen und tätig werden sollen.
Eine Leuchtschrift mit dem Schriftzug „Stand up“

Variante 2: Erinnere Leser daran, warum sie tätig werden sollen 

Nicht immer lassen sich Tipps aus Blogbeiträgen schnell und einfach umsetzen. Im Gegenteil: Oftmals stehen Leser vor Problemen und Herausforderungen, die mehr benötigen als ein paar einfache Empfehlungen aus dem Netz. Vielmehr müssen sie diese Tipps in der Praxis mit viel Mühe und Zeit umsetzen. Das schreckt viele Leser jedoch ab, überhaupt tätig zu werden. Erinnere sie daher in Deinem Fazit daran, warum es sich lohnt, die Sache in die Hand zu nehmen. Erinnere sie außerdem daran, wie sie sich fühlen werden, wenn sie ihre Aufgabe gemeistert haben und an die Benefits, die sie erwarten. Das gibt ihnen in den letzten Zeilen genau die Motivation, die Ärmel hochzukrempeln und sich der Herausforderung zu widmen.

Variante 3: Halte eine aufmunternde Rede 

Nutze sprachlich dazu den Imperativ, damit Du möglichst deutlich rüberkommst. Schreibe kurze und klare Sätze, die sich sofort in ihr Gedächtnis brennen.

Variante 4: Zeige Dich auf Augenhöhe mit Lesern

Als Blogger bist Du nicht irgendjemand. Du bist ein Experte, der anderen zeigt, wie sie ihre eigenen Probleme lösen können. Damit bist Du eine autoritäre Stimme im Netz. Das hat vor allem Vorteile. Denn: Da Dich Leser als kompetent einstufen, suchen sie Deine Seite auf und hören Dir zu. Manchmal kann Deine Kompetenz jedoch auch ein Nachteil sein. Du schaffst auf diese Weise eine Lücke zwischen Dir und Deinen Lesern. Sie glauben, dass Du Deine Tipps durch Deine Fähigkeiten umsetzen kannst, sie jedoch nicht in der Lage sind, das auch zu schaffen. Hier liegt es an Dir, Dich auf Augenhöhe mit Deinen Lesern zu zeigen. Mach ihnen klar, dass Du dieselben Sorgen hattest und Du genauso ahnungslos warst wie sie. Schaffe eine Verbindung zu Deinen Lesern, so dass sie sich auf einer Ebene mit Dir sehen. Das hat Wirkung: Sie glauben an sich und die erfolgreiche Umsetzung Deiner Tipps.

Variante 5: Wiederhole Deine Kernaussage

Manchmal benötigst Du in Deinem Fazit keinen besonderen Kniff. Du brauchst keinen „Pep Talk“ oder konkrete Handlungsempfehlungen. Insbesondere, wenn Du von Deinen Lesern nichts Unmögliches verlangst, reicht es aus, wenn Du in Deiner Schlussbemerkung noch einmal Deine Kernaussage wiederholst. Fasse dafür kurz und knapp die wichtigsten Gedanken zusammen. Das hilft ihnen dabei, das aus Deinem Text mitzunehmen, das Du ihnen vermitteln wolltet.

Nimm das Megafon in die Hand und halte eine aufmunternde Rede.
Drei rote Lautsprecher, aus denen eine rote Sprechblase kommt über einer schwarz eingefärbten Zuhörermenge.

Nutze die Wirkung des Fazits

Du weißt jetzt, vor welcher Herausforderung Deine Leser am Ende Deiner Blogbeiträge stehen. Du weißt, was sie davon abhält, das Zepter in die Hand zu nehmen und loszulegen. Und: Du weißt jetzt auch, wie Du ihnen die Motivation und die Kraft gibst, das zu ändern. Sieh das Fazit Deiner Texte also nicht mehr als lästige Zusammenfassung von bereits Gesagtem. Vielmehr ist Deine Schlussbemerkung eine Chance, Deinen Lesern zu zeigen, warum Dein Text so wichtig für sie ist und was sie tun müssen, um wirklich davon zu profitieren. Finde zum Abschluss noch einmal klare Worte, die sie aufwecken und zu Taten bringen.

Max Schmitt, Founder und CEO
Max Schmitt ist Gründer und Inhaber von contify GmbH. Als gelernter Journalist hat er sich nach seinem Studium auf hochwertige Inhalte spezialisiert. Von suchmaschinenfreundlichen Texten über Interviews bis zu Content-Strategien setzen er und sein Team Botschaften in Szene. Mit seinem Partner Matthias Meyer gründete er im Frühjahr 2016 die Marke Contify.de – eine Textagentur für Content mit Mehrwert.
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