3 Fragen, die jede Headline beantworten sollte

Mehrere Fragezeichen auf dem Boden verteilt. 3 Fragen, die jede Headline beantworten sollte.
3 Fragen, die jede Headline beantworten sollte.

Als Marketer und Texter bist Du ein Kommunikator. Du vermittelst Messages auf den Punkt, um Menschen von einer Idee zu überzeugen. Das Erste, das User von Dir lesen, ist Deine Headline. Sie vermittelt ihnen frontal, was Du sagen willst. Dabei muss es Dir in wenigen Worten gelingen, ihr Interesse zu wecken und sie so zum Weiterleisen zu motivieren. Wir zeigen Dir heute, wie Du überprüfen kannst, ob Deine Headline überzeugend genug ist, um Leser auf eine Reise in Deine Gedanken mitzunehmen.

Die 3 Fragezeichen

Um die Überzeugungskraft Deiner Überschrift zu testen, kannst Du sie mit 3 einfachen Fragen konfrontieren. Dein Ziel dabei: Du solltest auf die Fragen in 1-2 Sätzen eine klare Antwort finden. Gelingt Dir das, ist Deine Headline bereit für Deine Leser. Kannst Du sie noch nicht präzise beantworten, solltest Du sie noch einmal überdenken. Es mangelt dann vielleicht an

  • Deiner Wortwahl,
  • Deiner Idee oder
  • dem Aufbau Deiner Überschrift.

Bereit für die kleine Fragerunde? Diese Fragen sollte Deine Headline eindeutig beantworten können:

1. Wem soll Dein Content helfen?

User warten nicht darauf, morgens zu ihrem Smartphone zu greifen, um dann sehnsüchtig Deinen Content zu finden. Vielmehr schwimmst Du in einem großen Becken mit tausenden von Beiträgen, die alle um die Gunst der Nutzer werben. Um in dieser Masse herauszustechen, muss Deine Headline Lesern direkt zeigen, dass Du sie ansprechen willst.

Zeige Lesern, dass sie zu Deiner Zielgruppe gehören.
Als Summengleichung dargestellte Köpfe mit Fragezeichen. Nach dem Gleichheitszeichen ist ein Kopf mit Ausrufezeichen zu sehen.

Wie kannst Du ihnen also klar machen, dass sie Deine Zielgruppe sind und Du daher relevanten Content für sie hast? Vereinfacht gesagt: Du musst sie in Deiner Headline ansprechen bzw. beim Namen nennen. Willst Du also beispielsweise Online-Marketern Tipps geben, wie sie überzeugender texten können, reicht eine Überschrift wie „10 Tipps für besseres Texten“ nicht aus. Usern wissen hier nicht, um welche Art von Texten es geht. Meinst Du Romane, Blogbeiträge oder Essays? Du solltest daher Deine Zielgruppe mit in Deine Headline aufnehmen und so zeigen, dass sie bei Dir richtig sind. Die Überschrift könnte daher beispielsweise heißen:

10 Tipps, wie Du Marketing-Texte wie Neil Patel schreibst

Neil Patel ist ein Marketing-Guru, der dafür bekannt geworden ist, das Wachstum von Unternehmen über innovative Marketing-Techniken zu fördern. Online-Marketern dürfte der Name ein Begriff sein, sodass sie wissen, dass Du mit der Überschrift Texte für die Vermarktung im Web meinst. Das weckt automatisch ihr Interesse und Du steigerst die die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich Deinem Content widmen.

2. Wie soll Dein Content helfen?

Leser wissen nun, dass Du sie mit Deinem Content ansprechen willst und sie bei Dir Input finden könnten, den sie für ihre alltägliche Arbeit benötigen. Damit hat Deine Überschrift die erste Hürde gemeistert. In einem zweiten Schritt muss Deine Headline jetzt die Frage beantworten, wie Dein Content Lesern helfen kann. Denn: Dein Text mag zwar das Texten im Online-Marketing thematisieren. Das zeigt Usern jedoch noch nicht, wie genau Dein Content ihnen weiterhilft. Vielleicht kennen sie Deine Tipps schon und haben gar kein Interesse daran.

Zeige Usern in der Headline, wie Du ihnen mit Deinem Content helfen willst.
Ein nach rechts aufsteigender Pfeil über einem blauen Säulendiagramm.

Deine Überschrift sollte daher stets die Frage beantworten, wie Deine Inhalte ihnen helfen. Du solltest die Headline daher dahingehend erweitern. Für Online-Marketer könnte diese dann lauten:

10 zeitsparende Tipps, wie Du Marketing-Texte wie Neil Patel schreibst

Dieser Zusatz zeigt Online-Marketern, dass sie bei Dir nicht nur lernen, wie sie so überzeugend schreiben können wie Neil Patel. Es zeigt ihnen auch, dass sie dafür nicht alle anderen Aufgaben liegen lassen müssen, weil der Lernprozess Wochen dauert. Sie erfahren, dass sie in kurzer Zeit Texte schreiben können, die User ansprechend und hilfreich finden.

3. Warum ist Dein Content außergewöhnlich?

Leser wissen jetzt, dass sie bei Dir thematisch richtig sind und dass Du ihnen etwas bieten kannst, dass sie in ihrem Arbeitsalltag wirklich weiterbringt. Damit hast Du die Tür zu Deinem Text für User weit geöffnet. In einem letzten Schritt solltest Du ihnen in Deiner Überschrift nun zeigen, was Deinen Content außergewöhnlich und damit besser als den der Konkurrenz macht.

Zur Erinnerung: Auch wenn Dein Content eine hohe Qualität und einen Fokus auf Deine Zielgruppe aufweist, heißt das noch nicht, dass Dich Leser dafür beachten. Du solltest daher bereits in Deiner Headline sicherstellen, dass User wissen, dass Du ihnen im Vergleich zu anderen Texten einen lohnenden Mehrwert bieten kannst – und Du ihnen damit schlichtweg unverzichtbaren Input lieferst. Das ist der kniffeligste Teil der Optimierung Deiner Überschrift.

Damit Du auch diese Herausforderung meisterst, solltest Du Deine Überschrift anschaulicher machen oder mit einem Praxisbezug versehen. Zeige Usern, dass sie Deine Tipps problemlos in ihren Arbeitsalltag einbinden und so bessere Ergebnisse abliefern können. In unserem Beispiel kannst Du Deine Überschrift dann zum Beispiel so anpassen:

10 zeitsparende Tipps, wie Du jeden Tag Marketing-Texte wie Neil Patel schreibst

Dieser einfache Einschub zeigt Online-Marketern, dass sie Deine Tipps jeden Tag in ihren vollen Terminplan einschieben können und so ihre Texte verbessern. Ein wichtiger Hinweis, der Dich von vielen Deiner Konkurrenten unterscheiden dürfte.

Übung macht den Headline-Meister

Die 3 Fragen haben Dir gezeigt, welche Antworten Deine Headline Lesern geben muss, damit sie Interesse an Deinem Text haben. Sie zeigen dabei, wie viel Gedankenarbeit in einer Überschrift steckt und dass eine einzige Zeile ein langer Prozess sein kann, bevor diese bereit für eine Veröffentlichung ist.

Damit Dir dieser Prozess fortan schneller gelingt, solltest Du jede Überschrift den 3 Fragen unterziehen. Auf diese Weise wirst Du automatisch anders an das Texten Deiner Headlines herangehen – und so schneller bessere Ergebnisse erzielen. Die Arbeit lohnt sich: Leser werden es Dir mit mehr Klickzahlen und Conversions danken.

Michael Christl, Senior Key Account Manager
Michael Christl hat Politikwissenschaften, Kriminologie und Soziologie in Würzburg studiert. Schon früh entwickelte er ein Gespür für Sprache. Nach seinem Abschluss als Magister arbeitete er zunächst als freischaffender Texter. Seit 2014 gehört Michael als Senior Key Account Manager fest zum Contify-Team. Dabei ist er sowohl für Projekte in deutscher als auch in französischer Sprache zuständig.
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